Rituximab bei Pemphigus: Welche Faktoren geben Aufschluss über ein kurzfristiges Rezidiv?

  • Mignard C & al.
  • JAMA Dermatol
  • 18.03.2020

  • von Brian Richardson, PhD
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Laut der Post-hoc-Analyse einer randomisierten klinischen Studie sind schwere Erkrankungen und Veränderungen der Antikörperspiegel gegen Desmoglein (Anti-DSG) bei Patienten mit Pemphigus, die mit Rituximab behandelt wurden, mit einem Risiko für ein kurzfristiges Rezidiv assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Identifikation von Risikofaktoren kann bei der Behandlung von Patienten von Nutzen sein.

Wesentliche Ergebnisse 

  • Patienten mit Rezidiv wiesen zur Baseline einen höheren Wert im Pemphigus Disease Area Index (PDAI) auf als Patienten ohne Rezidiv:
    • 54,41 vs. 28,5 (p = 0,03).
  • Nach 3 Monaten wiesen Patienten mit Rezidiv im Vergleich zu Patienten ohne Rezidiv mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Anti-DSG1-Spiegel von > 20 IE/ml und/oder einen Anti-DSG3-Spiegel von > 130 IE/ml auf:
    • 64 % vs. 19 % (p = 0,01).
  • Beim Auftreten eines Rezidivs nach dem ersten Zyklus mit Rituximab, bei einem PDAI-Score von ≥ 45 IE/ml und/oder einem persistierenden Anti-DSG1-Antikörper-Spiegel von ≥ 20 IE/ml und/oder einem Anti-DSG3-Antikörperspiegel von ≥ 130 IE/ml zur Baseline:
    • Sensitivität: 91 % (95 %-KI: 59 %–100 %).
    • Spezifität: 60 % (95 %-KI: 39 %–79 %).
    • Positiver Vorhersagewert: 50 % (95 %-KI: 27 %–73 %).
    • Negativer Vorhersagewert: 94 % (95 %-KI: 73 %–100 %).

Studiendesign

  • Es wurden 47 Patienten mit Pemphigus aufgenommen, die mit Rituximab als Erstlinientherapie behandelt wurden.
  • Finanzierung: Roche, Französische dermatologische Gesellschaft.

Einschränkungen

  • Post-hoc-Analyse.