Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse bei Patienten unter Antikoagulation mit Vorhofflimmern


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Ein stabiler INR-Wert (International Normalized Ratio) durch Vermeidung der Exposition gegenüber Thrombozytenaggregationshemmern oder nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) und Vorbeugung von Lebererkrankungen könnte sowohl das Blutungsrisiko als auch das Restrisiko für einen Schlaganfall bei Patienten unter Antikoagulation mit Vorhofflimmern (VHF) reduzieren, besagt eine in BMJ Open veröffentlichte Forschungsarbeit. 

Für die Studie untersuchten Forscher Daten von 5.310 Patienten aus der Kohorte der „PREvention oF thromboembolic events-European Registry in AF“ [Vorbeugung thromboembolischer Ereignisse – Europäisches Register zu VHF]“ (PREFER in AF), die einen Vitamin-K-Antagonisten (VKA) erhielten, um die Identifizierung von Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse und größere Blutungen zu erleichtern. Die Ergebnisse wurden dann mit Hilfe von Daten von 3.156 Patienten aus der PREFER in AF Prolongation-Kohorte, die orale Nicht-VKA-Antikoagulanzien (NOAK) erhielten, in Bezug auf die Vorbeugung von Schlaganfällen bei VHF validiert.

Die Studie ergab, dass eine Leberfunktionsstörung, früherer Schlaganfall oder eine frühere transitorische ischämische Attacke, labile INR-Werte, begleitende Anwendung von Thrombozytenaggregationshemmern oder NSAR, Herzversagen und höheres Alter (≥ 75 Jahre) unabhängig mit thromboembolischen sowie größeren Blutungsereignissen assoziiert waren. Mit Ausname von instabilen INR-Werten wurden diese Risikofaktoren bei mit NOAK behandelten Patienten validiert. 

„Die Reduzierung modifizierbarer Risikofaktoren ist ein wichtiges Behandlungsziel bei VHF-Patienten unter Antikoagulation, um thromboembolische Ereignisse und Blutungsereignisse zu verringern“, so die Autoren, und: „Der Einleitung einer Antikoagulation bei Personen mit Schlaganfallrisiko sollten erhöhte Bewertungen des Blutungsrisikos nicht entgegen stehen.“