Risikobehaftete Frauen können von Mammographien ab dem 30. Lebensjahr profitieren

  • Lee CS & al.
  • J Am Coll Radiol
  • 18.09.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Frauen im Alter von 30-39 Jahren mit bestimmten Risikofaktoren haben die gleiche Krebserkennungsrate (CDR) und Recall-Rate (RR) wie 40- bis 49-jährige Frauen mit durchschnittlichem Risiko.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Frauen mit 1 oder mehreren von 3 Risikofaktoren (familiäre Vorbelastung, persönliche Vorgeschichte von Brustkrebs, dichtes Brustgewebe) wahrscheinlich von einem Screening beginnend mit 30 statt 40 Jahren profitieren.
  • Weitere Studien zeigen, dass Screening im Alter von 
  • Die Resultate decken sich unter anderem mit den Empfehlungen des American College of Radiology, der American Cancer Society und des National Comprehensive Cancer Network.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohortenstudie an 2,65 Millionen Frauen mit beinahe 6 Millionen Mammographie-Screenings in der National Mammography Database, 2008-2015.
  • Finanzielle Förderung: American College of Radiology; University of California, San Francisco.

Wesentliche Ergebnisse

  • Insgesamt betrug die mittlere CDR 3,69 (95% KI 3,64-3,74) pro 1000; die RR war 9,89% (95% KI 9,87%-9,92%).
  • Der gesamte positive Vorhersagewert für eine empfohlene Biopsie (PPV2) war 20,1% (95% KI 19,9%-20,4%), und für eine durchgeführte Biopsie (PPV3) 28,2% (95% KI 27,0%-28,5%).
  • Frauen im Alter von 30-39 Jahren mit ≥1 der 3 Risikofaktoren hatten vergleichbare CDRs und RRs wie 40- bis 49-jährige Frauen mit durchschnittlichem Risiko.

Einschränkungen

  • Retrospektives, observatives Design.
  • Keine Daten zur Mortalität.