Rheumatoide Arthritis: Sollten Patienten in Remission die Behandlung mit TNF-Hemmern beenden?


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Das Absetzen von teuren Tumornekrosefaktor-Hemmern (TNFIs) bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), die in Remission sind, oder die eine niedrige Krankheitsaktivität aufweisen, kann beträchtliche Kosten sparen, führt aber zu einem kleinen Verlust von qualitätskorrigierten Lebensjahren (QALYs), besagt neue Forschung.

Für die Studie untersuchten Forscher Daten von der Studie über die potenzielle Optimierung der Zweckmäßigkeit und Effektivität von TNFIs (POET), die an 47 Zentren in den Niederlanden durchgeführt worden war. Die Patienten waren darin randomisiert der Absetzgruppe (n = 531) oder der Fortsetzungsgruppe (n = 186) zugewiesen worden. Die Patienten wurden zur Baseline und danach mindestens einmal alle drei Monate über einen Zeitraum von einem Jahr untersucht. Im Falle des Auftretens eines Schubs war die erneute Behandlung mit einem TNFI zulässig.

Die Autoren ermittelten, dass das Absetzen von TNFIs bei RA-Patienten mit einer stabilen, niedrigen Krankheitsaktivität verglichen mit einer Fortsetzung der Anwendung von TNFIs im Durchschnitt mit einer Kostenersparnis von 7.133 €, einem Verlust von 0,022 QALYs und einer Zunahme von 0,41 Schüben pro Patient pro Jahr verbunden war.

In der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse in Arthritis & Rheumatology sagten die Autoren, diese wiesen, gemeinsam mit anderen jüngsten Studienerkenntnissen, auf ein signifikantes Potenzial hin, „Ressourcen verfügbar zu machen, die anderen, kosteneffizienteren Interventionen zukommen könnten“.