Rezidiviertes multiples Myelom: Risikofaktoren für Kardiotoxizität mit Carfilzomib

  • Cornell RF & al.
  • J Clin Oncol
  • 12.06.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Mehr als 50 % der Patienten mit rezidiviertem multiplen Myelom erlebten während der Behandlung mit Carfilzomib kardiovaskuläre unerwünschte Ereignisse (CVAE).
  • Natriuretische Peptide in der Mitte des ersten Zyklus waren hoch prädiktiv für CVAE mit Carfilzomib.

Warum das wichtig ist

  • Carfilzomib ist eine wirksame Behandlungsoption in diesem Setting und es gibt derzeit keinen validierten Prüfplan zur Identifizierung von Patienten mit einem höheren Risiko für CVAE.

Studiendesign

  • Studie PROTECT (Prospektive Überwachung der kardialen Sicherheit mit Proteasom-Hemmung) zur Untersuchung von Inzidenz und Risikofaktoren für CVAE bei 95 Patienten mit rezidiviertem multiplen Myelom, die eine Carfilzomib-basierte (n = 65) oder Bortezomib-basierte (n = 30) Therapie erhielten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 50,7 % der Patienten, die Carfilzomib erhielten, erlebten CVAE vs. 16,7 %, die Bortezomib erhielten (p = 0,005).
  • 86 % der CVAE traten während der ersten 3 Behandlungsmonate auf.
  • Patienten mit einem Anstieg des natriuretischen Peptids Typ B (BNP) >100 pg/ml) oder N-terminalen pro-BNP (NTProbNP) >125 pg/ml) vor der Carfilzomib-basierten Therapie wiesen eine signifikant höhere Inzidenz von CVAE auf (OR: 10,8; 95 %-KI: 3,1–37,9; p 
  • Patienten mit einer Therapie auf Carfilzomib-Basis, deren natriuretische Peptide sich im Vergleich zur Baseline innerhalb der ersten 3 Wochen der Chemotherapie erhöhten, wiesen ein signifikant höheres Risiko für ein klinisches CVAE auf (OR: 36,0; 95 %-KI: 4,4–296; p 

Einschränkungen

  • Keine Standardisierung der Behandlungsschemata.