Rezidivierte/refraktäre akute lymphatische Leukämie der B-Zelllinie: Kann eine Transplantation den Nutzen einer CAR-T-Zelltherapie verlängern?

  • Jiang H & al.
  • Am J Hematol
  • 18.07.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine konsolidierende, allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (allo-HSZT) nach einer Zelltherapie mit dem chimären Antigenrezeptor-T (CAR-T) lieferte signifikante Verbesserungen im ereignisfreien Überleben (EFS) und rezidivfreien Überleben (RFS) bei Patienten mit rezidivierter/refraktärer akuter lymphatischer Leukämie der B-Zelllinie (r./r. B-ALL) und hoher, mittels Durchflusszytometrie bestimmter, minimaler Resterkrankung im Knochenmark (BM-FCM-MRD) vor Infusion (≥ 5 %) oder mit ungünstigen prognostischen Markern.

Warum das wichtig ist

  • Patienten, die mit einer CAR-T-Zelltherapie eine Komplettremission (CR) erreichten, tragen ein hohes Risiko für ein Rezidiv.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung einer allo-HSZT nach einer gegen CD19 gerichteten CAR-T-Zelltherapie bei 58 Patienten mit r./r. B-ALL.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China; Major Technological Innovation Special Project of Hubei Province of China.

Wesentliche Ergebnisse

  • 58 Patienten erhielten eine CAR-T-Zelltherapie, mit der 87,9 % eine CR erreichten.
  • Kein signifikanter Unterschied im Gesamtüberleben (OS) bei Patienten mit vs. ohne Transplantation: p = 0,099.
  • Besseres EFS mit Transplantation als ohne: p = 0,021.
  • Besseres RFS mit Transplantation als ohne: p = 0,001.
  • Signifikant besseres EFS und RFS bei transplantierten Patienten mit:
    • Hoher (≥ 5 %) BM-FCM-MRD: p = 0,032 bzw. p = 0,0031.
    • BM-FCM-MRD vor Infusion von

Einschränkungen

  • Nichtrandomisierte Studie.