Rezidivierendes Ovarialkarzinom: Olaparib übertrifft Chemotherapie bei platinsensitiven BRCA+ Patienten

  • Penson RT & al.
  • J Clin Oncol
  • 19.02.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Olaparib erreichte bei stark vorbehandelten Patienten mit platinsensitivem Ovarialkarzinom und BRCA-Keimbahnmutation eine überlegene objektive Responserate (ORR) und PFS gegenüber einer platinfreien Chemotherapie.

Warum das wichtig ist

  • Das rezidivierende Ovarialkarzinom hat eine schlechte Prognose.

Studiendesign

  • Randomisierte, multinationale Phase 3-Studie SOLO3 mit 223 Patienten mit platinsensitivem rezidivierendem Ovarialkarzinom und BRCA1/2-Keimbahnmutation, die randomisiert Olaparib (n=151) oder einer platinfreien Chemotherapie (n=72) zugewiesen wurden.
  • Primärer Endpunkt: ORR, ermittelt durch eine verblindete unabhängige zentrale Überprüfung (BICR).
  •  Finanzierung: AstraZeneca.

Wesentliche Ergebnisse

  • ORR war signifikant höher unter Olaparib als unter Chemotherapie:
    • 72,2% vs. 51,4%;
    • OR 2,53 (p=0,002).
  • In einer post-hoc-Subgruppenanalyse war Olaparib bei Patienten, die 2 vorherige Behandlungslinien erhalten hatten, mit einer signifikant besseren ORR verbunden:
    • 84,6% vs. 61,5%;
    • OR 3,44 (95% KI 1,42-8,54).
  • Olaparib war ebenso mit einem signifikant besseren BICR-ermittelten PFS verbunden:
    • Im Durchschnitt 13,4 vs. 9,2 Monate;
    • HR 0,62 (p=0,013).
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse ≥ Grad 3 waren Anämie in der Olaparib-Gruppe und Hand-Fuß-Syndrom und Neutropenie in der Chemotherapie-Gruppe.
  • Die Rate an schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen lag bei 23,6% in der Olaparib-Guppe vs. 18,4% in der Chemotherapie-Gruppe.
  • 2,2% der Patienten in der Olaparib-Gruppe und 3,9% in der Chemotherapie-Gruppe entwickelten ein myelodysplastisches Syndrom/akute myeloische Leukämie.

Einschränkungen

  • Open-label Studie.