Rezidivierendes Ovarialkarzinom: Nivolumab plus Ipilimumab zeigt Ansprechen in Phase 2

  • Zamarin D & al.
  • J Clin Oncol
  • 10.04.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit rezidivierendem/persistierendem Eierstockkrebs zeigte eine Induktionstherapie mit Nivolumab+Ipilimumab gefolgt von einer Nivolumab-Erhaltungstherapie überlegenes Ansprechen und einen PFS-Vorteil bei gleichzeitig überschaubaren Toxizitäten gegenüber Nivolumab allein.
  • Die Response war bei den meisten Patienten nicht von Dauer.

Warum das wichtig ist

  • Weitere Untersuchungen des Ipilimumab+Nivolumab-Schemas sind erforderlich, möglicherweise in Kombination mit anderen Wirkstoffen.

Studiendesign

  • Phase 2-Studie: 100 Patienten mit rezidivierendem/persistierendem Ovarialkarzinom und einem platinfreien Intervall (PFI) von
  • Finanzierung: National Cancer Institute.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das PFI betrug
  • In der Nivolumab-Monotherapie-Gruppe vs. der Nivolumab+Ipilimumab-Gruppe:
    • Nach 6 Monaten lag die objektive Ansprechrate bei 12,2% bzw. 31,4% (OR 3,28; P=0,034).
    • Die stabile Erkrankungsrate betrug 29% bzw. 39%.
    • Die Ansprechdauer von ≥6 Monaten ohne Anzeichen einer Neuerkrankung lag bei 8,2% bzw. 15,7%.
    • Mittleres PFS war 2,0 bzw. 3,9 Monate (HR 0,528; P=0,004).
    • Mittleres OS unterschied sich nicht signifikant (HR 0,789; P=0,43).
    • Die Rate der unerwünschten Ereignisse ≥ Grad 3 war 55,1% bzw. 66,7% (P=0,31).
  • 1 Todesfall wurde in der Kombinationsgruppe berichtet.
  • Kein signifikanter Zusammenhang zwischen PFS und Programmed Death-Ligand 1-Expression wurde beobachtet.

Einschränkungen

  • Open-label Design.
  • Begrenzte Power der Biomarkeranalyse.