Revaskularisation der Nieren wahrscheinlich von Nutzen für ausgewählte Population: Leitlinie der AHA

  • Bhalla V & al.
  • Hypertension

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Ärzte sollten Patienten mit z. B. fibromuskulärer Dysplasie (FMD) oder rezidivierendem Flash-Lungenödem für eine Revaskularisation der Niere in Betracht ziehen.

Warum das wichtig ist

  • Renovaskuläre Erkrankungen tragen zu sekundärer Hypertonie und ischämischer Nephropathie bei.
  • In Studien konnte der Gesamtnutzen einer routinemäßigen Nierenrevaskularisation nicht nachgewiesen werden.
  • Beobachtungsbasierte und andere Evidenzen deuten jedoch darauf hin, dass bestimmte Patientengruppen davon profitieren könnten.

Beschreibung

  • Wissenschaftliche Stellungnahme der American Heart Association (AHA)

Wichtige Einzelheiten

  • Die Studienergebnisse waren für Patienten mit atherosklerotischer Erkrankung weitestgehend negativ.
  • Zu den Einschränkungen gehören jedoch:
    • Ausschluss von Patienten mit größerer Wahrscheinlichkeit eines Nutzens
    • Einschluss von Patienten ohne schwere Stenose
    • Einschluss von Patienten mit Arterienverschluss in einer Schrumpfniere
    • Verzögerte Subgruppenanalysen
  • Bei Patienten, die Folgendes aufweisen, könnte eine Revaskularisation von Nutzen sein:
    • FMD
    • Refraktäre Hypertonie
    • Beibehaltene Nierengröße trotz fortschreitender Abnahme der Nierenfunktion
    • Rezidivierende kongestive Herzinsuffizienz und Lungenödem
    • Neu auftretende Hypertonie
    • Nicht-proteinurische Hypertonie mit unilateraler Nierenarterienerkrankung
    • Lateralisierte Reninaktivität
  • Zu berücksichtigende technische Aspekte sind:
    • Perkutane vs. offene Verfahren
    • Komplikationen wie arterielle Dissektion und Emboli
    • Extrarenale Arterien
  • Unzureichend erforschte Aspekten:
    • Langfristige Vasopressor-Mechanismen
    • Veränderungen bei Nieren mit Stenose
    • FMD-Mechanismen
    • Mechanismen einer Aldosteron-Flucht
    • Auswirkungen der Anwendung von Calcineurin-Inhibitoren
    • Auswirkungen demografischer Daten und der Krankheitsdauer
    • Bessere Prädiktoren für Ergebnisse nach Anwendung eines Verfahrens bei bestimmten Patientengruppen
  • Finanzierung: Nicht offengelegt

Einschränkungen

  • Es sind randomisierte Studien bei bestimmten Patientengruppen erforderlich.
  • Die neuen Normen für Bluthochdruck sind strenger als bei durchgeführten großen Studien.