RET-alterierte Tumoren: Selpercatinib zeigt gute Wirksamkeit und Verträglichkeit

  • Kurzrock R
  • N Engl J Med
  • 27.08.2020

  • von Pavankumar Kamat
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Selpercatinib zeigte eine sehr gute Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Patienten mit RET-fusionspositivem NSCLC und solchen mit RET-mutiertem medullärem Schilddrüsenkarzinom (MTC).

Warum das wichtig ist

  • RET-Alterationen machen etwa 1%-2% der NSCLC-Tumoren und 70% der MTCs aus.

Studiendesign

  • Die Analysen umfassten Patienten, die in die Phase 1/2-Studie Libretto-001 zu Selpercatinib eingeschlossen waren:
    • Solche mit fortgeschrittenem RET-fusionspositivem NSCLC, die mit platinbasierter Chemotherapie vorbehandelt waren, ebenso wie unbehandelte.
    • Solche mit RET-mutiertem MTC mit oder ohne vorherige Vandetanib- oder Cabozantinib-Behandlung, ebenso wie solche mit vorbehandeltem RET-fusionspositivem Schilddrüsenkarzinom.
  • Finanzierung: Loxo Oncology (eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Eli Lilly).

Wesentliche Ergebnisse

  • RET-fusionspositives NSCLC:
    • Bei Patienten, die zuvor mit einer platinbasierten Chemotherapie behandelt wurden, lag die objektive Ansprechrate (ORR) bei 64% und die mediane Ansprechdauer bei 17,5 Monaten.
    • Bei behandlungsnaiven Patienten war die ORR 85%.
    • Bei Patienten mit messbaren ZNS-Metastasen erreichten 91% eine intrakranielle Response.
  • RET-mutiertes MTC:
    • Bei Patienten, die mit Cabozantinib, Vandetanib oder beidem vorbehandelt waren, betrug die ORR 69% und die 1-Jahres-PFS-Rate 82%.
    • Bei Patienten, die nicht mit Cabozantinib oder Vandetanib vorbehandelt waren, betrug die ORR 73% und die 1-Jahres-PFS-Rate 92%.
    • Bei Patienten mit vorbehandeltem RET-fusionspositivem Schilddrüsenkarzinom war die ORR 79% und das 1-Jahres-PFS 64%.
  • Sicherheit:
    • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse ≥ Grad 3 in beiden Gruppen waren Hypertonie, erhöhte Alaninaminotransferase und Aspartataminotransferase sowie Hyponatriämie.