Rektalkarzinom: Sport mit besseren neoadjuvanten RCT-Ergebnissen verknüpft

  • West MA & al.
  • Acta Oncol
  • 06.02.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein Sportprogramm vor der Rehabilitation führte bei lokal fortgeschrittenem Rektalkarzinom nach einer neoadjuvanten Radiochemotherapie (NACRT) zu einem stärkeren Tumorschwund.

Warum das wichtig ist

  • Eine NACRT ist mit einer Abnahme des objektiv gemessenen Allgemeinzustands assoziiert, der wiederum mit einer höheren postoperativen Morbidität in Zusammenhang gebracht wird.
  • Bei Aufnahme eines Sportprogramms wird befürchtet, dass aufgrund einer potenziellen Überlappung physiologischer Mechanismen die Wirksamkeit einer NACRT reduziert oder das Tumorwachstum angeregt werden könnte.

Studiendesign

  • Post-hoc-Analyse von 2 klinischen Studien (n = 35), in denen sich Patienten einer NACRT unterzogen. Einige Patienten erhielten ein Sportprogramm, das auf ihr, in regelmäßig durchgeführten kardiopulmonalen Belastungstests gemessenes Ansprechen zugeschnitten wurde; andere erhielten kein Sportprogramm (Kontrolle; n = 9).
  • Finanzierung: verschiedene nichtindustrielle Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine NACRT war mit einer Reduzierung der Sauerstoffaufnahme (VO2) bei einem anaeroben Schwellenwert (AT) von -2,0 ml/kg1/min−1 assoziiert (p VO2 bei einem AT von + 2,3 ml/kg−1/min−1; p 
  • 16 von 26 Patienten sprachen laut Kriterien auf den Sport an.
  • Die Sportgruppe wies zum Zeitpunkt der Operation histologisch einen höheren Tumorschwund auf (kontinuierliche Daten; OR: 1,2; p = 0,02), wenn sich auch keine signifikante Differenz im histopathologischen T-Stadium zeigte.

Einschränkungen

  • Post-hoc-Analyse mit kleiner Stichprobengröße.