Rektalkarzinom: späterer operativer Eingriff nach RCT besser

  • Akgun E & al.
  • Br J Surg
  • 29.08.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit lokal fortgeschrittenem Rektalkarzinom, die nach einer Radiochemotherapie (RCT) > 8 Wochen auf die Durchführung einer totalen mesorektalen Exzision (TME) warten, erreichen höhere Raten eines pathologischen Komplettansprechens (pCR) und eine bessere Krankheitsregression als Patienten, die sich dem operativen Eingriff nach ≤ 8 Wochen unterziehen.

Warum das wichtig ist

  • Frühere Studien zum Zusammenhang der Wartezeiten zwischen RCT und Resektion führten zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Studiendesign

  • Randomisierte, kontrollierte Parallelgruppenstudie der Phase III.
  • 327 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Rektalkarzinom unterzogen sich entweder ≤ 8 Wochen nach einer RCT einem operativen Eingriff (KI[klassische Wartezeit]-Gruppe; n = 160) oder > 8 Wochen nach der RCT (LI[lange Wartezeit]-Gruppe; n = 167).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Höhere pCR-Rate in der LI-Gruppe (18,6 % vs. 10,0 %; p = 0,027).
  • Die besten pCR-Raten wurden in der LI-Gruppe erreicht, mit einer Wartezeit von 10–11 Wochen (71–77 Tage; 29 % der Patienten) und von 9–10 Wochen (64–70 Tage; 22 % der Patienten).
  • Die LI-Gruppe erreichte eine signifikant stärkere Krankheitsregression, mit einem besseren Stadium (p = 0,004) und einer besseren T-Kategorie (p = 0,001).
  • Kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen bezüglich R0-Resektion, TME-Qualität, Raten einer mesorektalen Exzision von Grad III oder Mortalität.
  • Die Morbiditätsrate war in der LI-Gruppe niedriger (19,8 % vs. 22,5 %; p = 0,307).

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.