Rektalkarzinom im Stadium cT2–cT3: Ist ein RT-Boost besser als Oxaliplatin?

  • Radiother Oncol

  • von Jim Kling
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem Rektalkarzinom, die sich einer Capecitabin-basierten Radiochemotherapie (cbRCT) mit Intensivierung unterzogen, führte ein Boost der Radiotherapie (RT) zu weniger unerwünschten Nebenwirkungen und einer ähnlichen Rate des pathologischen Ansprechens wie Oxaliplatin.

Warum das wichtig ist

  • Die Strategien zur Intensivierung der Radiotherapiedosis könnten für diese Population als Referenztherapien übernommen werden.

Studiendesign

  • Studie INTERACT (Intensivierung der Radiotherapie mit beschleunigter Fraktionierung oder Chemotherapie und Lokalexzision nach externer 3D-Radiochemotherapie) mit 534 Patienten, vorstellig mit niedrigsitzendem Rektalkarzinom im Stadium cT2N0–2M0 oder cT3N0–2M0 (bis zu 12 cm von der Linea anocutanea), wurden per Zufallsverfahren folgender Behandlung zugewiesen:
    • Entweder Xelac, einem Radiotherapie-Boost an der Seite mit dem größten Tumor: 45 Gy/1,8 Gy/Kontrastmittel, 5 Sitzungen/Woche am Becken plus 10 Gy je 1 Gy zweimal/Woche an der Stelle mit dem größten Tumor plus begleitendem Capecitabin (1.650 mg/mq/Kontrastmittel).
    • Oder Xelox: 45 Gy am Becken plus 5,4 Gy/1,8 Gy/Kontrastmittel, 5 Sitzungen/Woche an der Stelle mit dem größten Tumor plus begleitendem Capecitabin (1.300 mg/mq/Kontrastmittel) und Oxaliplatin (130 mg/mq an den Tagen 1, 19, 38).
  • Finanzierung: Catholic University of the Sacred Heart.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Toxizität war in der Xelox-Gruppe höher, unter anderem durch hämatologische (p = 0,01) und neurologische Toxizität von Grad ≥ 3 (p 
  • Ein kumulatives gutes Ansprechen (Tumorschwund von Grad 1–2) trat häufiger in der Xelac-Gruppe auf (61,7 % vs. 52,3 %; p = 0,039).
  • Die Raten des pathologischen Ansprechens und des 5-jährigen krankheitsfreien Überlebens (DFS) waren in den 2 Gruppen ähnlich.

Einschränkungen

  • Keine Kontrollgruppe ohne Intensivierung.