Rektalkarzinom: Expertenleitlinien für die personalisierte Pflege bei älteren Menschen

  • Eur J Surg Onco

  • Oncology guidelines update
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Neue Leitlinien der European Society of Surgical Oncology, der European Society of Coloproctology, der International Society of Geriatric Oncology und der American College of Surgeons Commission on Cancer identifizieren bewährten Praktiken für die personalisierte Versorgung von älteren Patienten mit Rektalkarzinom.

Warum das wichtig ist

  • Die Prävalenz von Rektalkarzinomen bei älteren Menschen nimmt zu. Gleichzeitig jedoch basieren die Empfehlungen für das Krankheitsmanagement auf Studien an jüngeren Patienten.

Wesentliche Empfehlungen

  • Das Management sollte ein obligatorisches Screening auf Gebrechlichkeit umfassen.
  • Bei der Risikostratifizierung sollte die Gebrechlichkeit und nicht das chronologische Alter zugrunde gelegt werden.
  • Die rektale Resektion mit totaler mesorektaler Exzision per Laparoskopie bei älteren Patienten ist die bevorzugte Option für erfahrene Chirurgen.
  • Eine lokale Exzision wird nach einer Strahlentherapie sekundär zu erhöhter Morbidität nicht empfohlen.
  • Mit einer neoadjuvante Radiochemotherapie kann die lokale Kontrolle erhöht werden. Dabei ist Vorsicht angebracht, denn die erhöhte Toxizität kann eine potenziell kurative Operation verhindern.
  • Eine Operation von Lebermetastasen sollte nur mit kurativer Absicht durchgeführt werden und synchrone Resektionen sollten vermieden werden.
  • Zur Unterstützung der Genesung gehören das frühzeitige Absetzen von intravenösen Flüssigkeitsgaben, die frühzeitige orale Einnahme, die rechtzeitige Entfernung des Blasenkatheters (wenn möglich bei einer Beckensektion), die frühe Mobilisierung, eine eingeschränkte Opioidverabreichung und eine minimalinvasive Operation.
  • Die von den Patienten berichteten Ergebnisparameter sollten vom klinischen Team nach der Behandlung erfasst und nicht als sekundäre Ergebnisse betrachtet werden.