Rektalkarzinom: Erfolgreiche neoadjuvante Radiochemotherapie könnte adjuvante Therapie überflüssig machen

  • Sci Rep

  • von Jim Kling
  • Univadis Clinical Summaries
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • In einer Metaanalyse führte eine adjuvante Chemotherapie (ACT) bei Patienten mit pathologischem Komplettansprechen auf eine neoadjuvante Radiochemotherapie (RCT) wegen Rektalkarzinom zu keinem signifikanten Überlebensvorteil.

Warum das wichtig ist

  • Eine ACT wird im Allgemeinen nach einer transabdominalen Operation empfohlen, aber das Aufkommen einer neoadjuvanten RCT stellt deren Nützlichkeit nun infrage.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 13 Studien, darunter 4 gepoolte Analysen (Gruppe 1, n = 3.182; Gruppe 2, n = 3.330; Gruppe 3, n = 3.575; Gruppe 4, n = 4.739).
  • Finanzierung: Koreanische Regierung.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine Tendenz hin zum besserem Gesamtüberleben (OS) mit einer ACT zeichnete sich ab, die jedoch keine statistische Signifikanz erreichte (Gruppe 1: HR: 0,72 [p = 0,09]; Gruppe 2: HR: 0,71 [p = 0,03]; Gruppe 3: HR: 0,72; [p = 0,12]; Gruppe 4: HR: 0,76 [p = 0,10]).
  • Die Gruppen waren nicht signifikant heterogen.
  • Stratifizierte Analysen zeigten keinen signifikanten Überlebensvorteil in Zusammenhang mit einer ACT in multizentrischen (HR: 0,68; p = 0,12) oder monozentrischen Studien (HR: 0,90; p = 0,81).
  • Es lag keine Evidenz für einen Publikationsbias in den gepoolten Ergebnissen insgesamt vor.

Einschränkungen

  • Alle aufgenommenen Studien waren Beobachtungsstudien.