Rektalkarzinom: besseres 5-Jahresüberleben mit laparoskopischem Eingriff

  • Schnitzbauer V & al.
  • Surg Endosc
  • 30.05.2019

  • von Emily Willingham, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein laparoskopischer Ansatz zur Resektion von Rektalkarzinom eignet sich hinsichtlich der onkologischen Ergebnisse, einschließlich des Gesamtüberlebens (OS) besser als ein offener Eingriff.
  • Laut diesen Autoren sollte ein laparoskopischer Eingriff der Behandlungsstandard sein, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.

Warum das wichtig ist

  • Metaanalysen zum Vergleich der Behandlungsansätze in Bezug auf das OS und das rezidivfreie Überleben (RFS) kamen zu gemischten Ergebnissen, die signifikante Unterschiede zwischen ihnen nicht bestätigten.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Verlaufskontrolle betrug 4,7 Jahre.
  • Die 90-Tage-Mortalität war mit einem laparoskopischen vs. einem offenen Eingriff niedriger (1,7 % vs. 3,1 %; OR = 0,658; p 
    • Die Rate des 5-jährigen OS war zudem höher: 82,6 % vs. 76,6 % (HR: 0,819; p 
  • Die Rate des 5-jährigen RFS war mit einem laparoskopischen Eingriff ebenfalls höher: 81,8 % vs. 74,3 % (HR: 0,770; p 
  • Auch die Rate des relativen Überlebens war mit einem laparoskopischen Eingriff höher: 93,1 % vs. 88,4 % (p = 0,012 für Überlebenskurven).
  • Patienten, die jünger, weiblich waren, bei denen der Tumorherd mehr proximal lag oder der Tumor einen niedrigen Entartungsgrad aufwies, wurden mit höherer Wahrscheinlichkeit einem laparoskopischen Eingriff unterzogen.

Studiendesign

  • Daten aus 30 deutschen Registern für 16.378 Patienten, die im Zeitraum 2007–2016 diagnostiziert worden waren. 27,7 % hatten sich einem laparoskopischen Eingriff unterzogen.
  • Ergebnisse: 90-Tage-Mortalität, OS, RFS, relatives Überleben (bis zu 5 Jahre).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Komorbiditäten waren in der multivariaten Analyse nicht mit einbezogen worden.
  • Der Allgemeinzustand der Patienten war unbekannt.