Rektalkarzinom: 4–12 Wochen Verzögerung der OP nach kurzer Radiotherapie

  • Erlandsson J & al.
  • Br J Surg
  • 14.06.2019

  • von Jim Kling
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine Verzögerung von 4–12 Wochen nach Abschluss einer kurzzeitigen (1 Woche) Radiotherapie (RT) wies das geringste Risiko für postoperative Komplikationen bei Patienten mit Rektalkarzinom auf.

Warum das wichtig ist

  • Die Frage ist umstritten, weil längerfristige Verzögerungen die Wahrscheinlichkeit eines vollständigen Ansprechens, aber auch das Risiko für positive Resektionsränder und postoperative Morbidität erhöhen könnten.

Studiendesign

  • Follow-up-Analyse der Patienten in der Stockholm-III-Studie (Eine prospektive, randomisierte Studie zu unterschiedlichen präoperativen Radiotherapieschemata bei Rektalkarzinom; n = 810).
  • Finanzierung: Verschiedene nichtindustrielle Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • In der Stockholm-III-Studie wurden die Patienten nach dem Zufallsprinzip einer Verzögerung entweder nach einer kurzzeitigen RT (SRT; 5 × 5 Gy), SRT-Verzögerung (4–8 Wochen bis zum operativen Eingriff) oder Verzögerung nach einer langzeitigen RT (LRT; ca. 50 Gy, 25 × 2 Gy; 4–8 Wochen bis zum operativen Eingriff) zugewiesen.
  • Die Forscher teilten die SRT-Patienten in 4 Gruppen auf, basierend auf der gesamten Behandlungszeit (OTT), definiert als Anzahl der Tage zwischen dem Beginn der RT und dem operativen Eingriff: Gruppe A (7 Tage), Gruppe B (8–13 Tage), Gruppe C (5–7 Wochen) und Gruppe D (8–13 Wochen). Die LRT-Patienten wurden in die Gruppen E (9–11 Wochen) und F (12–14 Wochen) eingeteilt.
  • Im Vergleich zu Gruppe B gab es weniger Komplikationen in den Gruppen C (adjustierte Odds Ratio [aOR]: 0,50; p = 0,009) und D (aOR: 0,39); p 

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.