Reifzellige T-Zell-Leukämie/Lymphom: Mogamulizumab mit der Bildung gegen Hautzellen gerichteter Autoantikörper verknüpft

  • Suzuki Y & al.
  • Clin Cancer Res
  • 24.04.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit reifzelliger T-Zell-Leukämie/Lymphom (ATLL) war das durch Mogamulizumab hervorgerufene Erythema multiforme mit der Bildung von Autoantikörpern verknüpft, die gesunde Hautzellen angriffen.

Warum das wichtig ist

  • Mogamulizumab ist ein gegen CCR4 gerichteter Antikörper, der bei Patienten mit ATLL einen klinischen Nutzen bringt. Der Antikörper-Wirkstoff wird sehr wahrscheinlich auch zur Behandlung anderer bösartiger Erkrankungen zugelassen.
  • Unerwünschte Ereignisse (UE) mit Mogamulizumab umfassten generell auch auf die Haut bezogene Reaktionen, wie Erythema multiforme, aber gelegentlich auch schwerwiegende UE wie dem/der Stevens-Johnson-Syndrom/Epidermolysis acuta toxica.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung, ob die durch die Behandlung mit Mogamulizumab entstehenden, hautbezogenen UE bei Patienten mit ATLL mit der Bildung von Autoantikörpern zusammenhängen.
  • Finanzierung: Kyowa Hakko Kirin Co. Ltd; Japan Agency for Medical Research and Development.  

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei Patienten mit Mogamulizumab-induziertem Erythema multiforme:
    • 6 von 8 Patienten wiesen Autoantikörper im Serum mit Keratinozyten und Melanozyten auf.
    • Autoantikörper wurden in der Epidermis aller 12 Biopsieproben gefunden.
    • > 50 % der IgM-Keimbahngene traten bei 6 von 7 Patienten zum Zeitpunkt des Erythems neu auf.
    • Bei 8 von 12 Patienten deutete die Kolokalisierung von Autoantikörpern und C1q auf eine komplementabhängige Zytotoxizität hin.
  • Bei 13 von 13 ATLL-Hautläsionen wurden keine Autoantikörper entdeckt.

Einschränkungen

  • Begrenzte Stichprobengröße.