Regierung: Keine Fehlanreize bei Kontrastmitteleinsatz

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Berlin (pag) – Verdienen sich Radiologen mit der Verabreichung von Kontrastmitteln eine goldene Nase? Mehrere Medienberichte deuteten das im Sommer an. Die Bundesregierung teilt nun mit, dass es bei der Verwendung von Kontrastmitteln keine Hinweise auf systematische Fehlanreize für Mediziner gebe. Auffällige Mengenentwicklungen gebe es in keiner Region, heißt es in der Antwort (Drucksache 19/13615) auf eine Kleine Anfrage (19/12982) der Fraktion Die Linke.

Die Linke will wissen: „Inwiefern sieht die Bundesregierung bei den derzeitigen Gewinnmöglichkeiten Anreize für Ärztinnen und Ärzte, mehr Kontrastmittel zu verwenden als medizinisch notwendig und zweckmäßig wäre?“ Die Regierung verweist in ihrer Antwort auf ein Treffen am 22. August im Bundesgesundheitsministerium, an dem unter anderem Vertreter des GKV-Spitzenverbands, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des Berufsverbands der Deutschen Radiologen teilnahmen. Die Verbände „stellten gemeinsam fest, dass die regionalen Vereinbarungen dem Ziel einer wirtschaftlichen und qualitätsgesicherten Versorgung mit Kontrastmitteln entsprechen“, heißt es in der Drucksache. Und weiter: „Es wurde unter anderem davon berichtet, dass die Pauschalvergütungen teilweise zu erheblichen Kosteneinsparungen geführt haben. Auffällige Mengenentwicklungen seien in keiner Region feststellbar.“ Die regionalen Vereinbarungen sähen Regelungen zur Mengenbegrenzung ebenso vor wie Möglichkeiten der Vergütungsanpassung bei signifikanten Änderungen der Rahmen- und Marktbedingungen.

Der Bundesregierung hat keine Erkenntnisse darüber, dass in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern Kontrastmittel überdurchschnittlich oft angewendet werden.

Die Antwort der Bundesregierung sowie die Kleine Anfrage der Linksfraktion finden Sie hier.