Reexposition mit Immuntherapie nach unerwünschten Ereignissen sicher

  • Simonaggio A & al.
  • JAMA Oncol
  • 06.06.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Nach einem leichten oder schweren immunbedingten unerwünschten Ereignis (irAE) war die erneute Verabreichung von Inhibitoren des programmiertem Zelltods 1 (PD-1) oder des programmierten Zelltodligands 1 (PD-L1) bei 55 % der Patienten mit dem Rezidiv des irAE assoziiert.
  • Die irAE unter Reexposition waren nicht schwerwiegender als die ersten.

Warum das wichtig ist

  • Eine Reexposition mit PD-1- oder PD-L1-Inhibitoren scheint bei engmaschiger Überwachung machbar und sicher zu sein.
  • Die Reexposition sollte daher in einer prospektiven klinischen Studie näher untersucht werden.

Studiendesign

  • 93 Patienten mit Krebs, die irAE von Grad ≥ 2 erlitten und später die Therapie mit PD-1- oder PD-L1-Inhibitoren wiederaufgenommen hatten.
  • Finanzierung: Krebs-Zentrum Gustave Roussy and Gustave Roussy Immunotherapy Program.

Wesentliche Ergebnisse

  • 46 % der irAE unter Ersttherapie waren Ereignisse von Grad 2, 39 % von Grad 3 und 15 % von Grad 4.
  • Virale Hepatitis (18 %), Hauttoxizität (15 %), Pneumonitis (14 %), Kolitis (12 %) und Arthralgie (7,5 %) waren die am häufigsten auftretenden irAE unter der ersten Behandlung.
  • 43 % der Patienten wurden erneut mit dem gleichen PD-1- oder PD-L1-Inhibitor behandelt.
  • Bei einer medianen Nachbeobachtung von 14 Monaten kam es bei 55 % der Patienten zu einem irAE mit erneuter Exposition (gleiche Art von irAE: 42,5 %; andere Art von irAE: 12,5 %).
  • Bei Patienten mit einem erneuten irAE trat dies schneller unter Reexposition auf als bei Patienten ohne irAE unter Ersttherapie (9 vs. 15 Wochen; p = 0,04).
  • Der Schweregrad der irAE unter Reexposition war nicht höher als der unter der Ersttherapie und es traten keine irAE von Grad 5 unter der Reexposition auf.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.