RCC: gleichzeitige Radiotherapie verlängert Überleben bei oligometastatischer Erkrankung

  • Kroeze SGC & al.
  • BJU Int
  • 28.10.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Stereotaktische Radiotherapie in Kombination mit Immuncheckpoint-Inhibitoren oder zielgerichteter Therapie ist für Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (RCC) sicher und ohne Signale für eine erhöhte Toxizität.
  • In dieser Studie wurden für Patienten mit oligometastatischer Erkrankung ein günstiges OS und PFS beobachtet.

Warum das wichtig ist

  • Gleichzeitige lokale Radiotherapie kann den systemischen Therapiewechsel bei diesen Patienten verzögern.

Studiendesign

  • 53 Patienten mit metastasiertem RCC erhielten eine stereotaktische Radiotherapie zusammen mit Immuncheckpoint-Inhibitoren oder zielgerichteter Therapie.
  • Finanzierung: Varian Medical Systems.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mittlere Follow-up war 12 Monate.
  • Die durchschnittliche Dauer bis zum systemischen Therapiewechsel betrug 14 Monate.
  • Nach 1 Jahr war die lokale Kontrollrate 75% und die PFS-Rate 25%.
  • Eine höhere Bestrahlungsdosis war verbunden mit einer verbesserten lokalen Kontrollrate (Pearson Korrelation; p=0,0110).
  • Für die zielgerichtete vs. Immuntherapie wurde kein signifikanter Unterschied beim OS (p=0,329) und PFS (p=0,1) beobachtet.
    • Das Vorliegen einer oligometastatischen Erkrankung, die mit stereotaktischer Radiotherapie behandelt wurde, verbesserte das PFS (HR 0,34; p=0,003).
  • 46% der Patienten erhielten wiederholte Radiotherapie bei neuen Läsionen.
  • Akute schwerwiegende Toxizität wurde bei 2 Patienten beobachtet; späte Grad 3-Toxizität wurde bei 1 Patienten festgestellt.
  • Keine Toxizität Grad 4 oder 5 wurde beobachtet.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.