Rahmenvereinbarung: Plus von 3,7 Prozent für Arzneimittel

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Berlin (pag) – Die Ausgabenvolumen für Arzneimittel und Heilmittel steigen im kommenden Jahr. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband geeinigt, teilt die KBV mit.

Bei den Medikamenten ergibt sich ein Plus von 3,7 Prozent, berichtet die Bundesvereinigung über das Ergebnis der bundesweiten Rahmenvorgaben. Grund für die Steigerung seien vor allem Ausgaben für neue Arzneimittel, die beispielsweise in der Krebstherapie eingesetzt werden. Im Vergleich zu den Vorjahren erfolge die Behandlung von onkologischen Patienten vermehrt ambulant, was zu höheren Arzneimittelausgaben in den Praxen führe. Ein weiterer Kostenfaktor sei die Verordnungsfähigkeit von Cannabis.

„Mit der Erhöhung des Ausgabenvolumens ist eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, dass Patienten mit neuen Therapieoptionen, wie sie sich insbesondere in der Onkologie zeigen, sinnvoll versorgt werden können“, sagt der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister. Gerade für Schwerkranke sei es wichtig, dass sie von Innovationen profitieren könnten.

Heilmittel steigen laut KBV um 0,8 Prozent an, dieses Plus sei in erster Linie auf Verlagerungen zwischen den Leistungsbereichen zurückzuführen. Die Vertragspartner vermuten, dass die Modellvorhaben zur sogenannten Blankoverordnung zu Mehrausgaben führen. Diese wurden 2017 mit dem Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz eingeführt. Die Bewertung für 2019 solle aber durch die regionalen Verhandlungspartner erfolgen.