Radiofrequenzablation unterstützt transarterielle Chemoembolisation bei rezidiviertem Leberkarzinom

  • Song Q & al.
  • Dig Dis Sci
  • 17.07.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zugabe einer Radiofrequenzablation (RFA) zur transarteriellen Chemoembolisation (TACE) verbessert das krankheitsfreie Überleben (DFS) bei Patienten mit rezidiviertem hepatozellulären Karzinom (HCC) nach einer Hepatektomie.

Warum das wichtig ist

  • Laut den Autoren sollte bei rezidivierten Tumoren mit ≤ 5 cm Größe eine TACE-RFA gegenüber einer TACE bevorzugt werden.

Studiendesign

  • Retrospektive Analyse von Patienten mit rezidiviertem HCC mit ≤ 5 cm Größe (n = 1.254), die entweder eine TACE-RFA (n = 96) oder TACE (n = 63) erhielten.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die TACE-Gruppe wies eine niedrigere Child-Pugh-Klasse (p = 0,025) und ein längeres Intervall zwischen Rezidiv und Erstbehandlung auf (p = 0,028). Als Ausgleich für Behandlungsunterschiede wurde eine Gewichtung der umkehrten Wahrscheinlichkeit einer Behandlung herangezogen.
  • Das unbereinigte DFS und Gesamtüberleben (OS) waren höher bei TACE-RFA gegenüber TACE nach:
    • 1 Jahr: 55,1 % vs. 41,1 %, 82,3 % vs. 75,9 %.
    • 3 Jahren: 22,5 % vs. 9,9 %, 42,7 % vs. 30,7 %.
    • 5 Jahren: 9,7 % vs. 4,9 %, 16,5 % vs. 11,3 %.
  • In einer multivariaten Analyse umfassten die Prädiktoren für Krankheitsprogression eine TACE (vs. TACE-RFA: HR: 1,48; p = 0,025) und eine Zirrhose (HR: 1,53; p = 0,014).
  • In der propensitätsbereinigten Analyse waren das 1-, 3- und 5-Jahres-OS zwischen den Gruppen vergleichbar, was in einer multivariaten Analyse bestätigt wurde (p = 0,095).
  • Es gab keinen Unterschied hinsichtlich der behandlungsbezogenen unerwünschten Ereignisse oder der Komplikationen von Grad 3/4 zwischen den Gruppen.

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.