r./r. cHL: IGEV-Bv sorgt für günstige Ergebnisse nach Transplantation

  • Abuelgasim KA & al.
  • Bone Marrow Transplant
  • 30.01.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem klassischen Hodgkin-Lymphom (r./r. cHL) lieferte eine Salvage-Therapie aus Ifosfamid, Gemcitabin und Vinorelbin mit Brentuximab Vedotin (IGEV-Bv) ein gutes Ansprechen, das mit günstigen Ergebnissen nach der Transplantation einherging.

Warum das wichtig ist

  • Eine Salvage-Therapie, gefolgt von einer autologen hämatopoetischen Stammzellentransplantation (HSZT), kann bei Patienten mit r./r. cHL als kurative Strategie dienen.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung von IGEV-Bv bei 28 Patienten mit r./r. cHL.
  • Medianes Alter der Patienten: 25 (Spanne: 15–49) Jahre.
  • Bei Diagnose:
    • hatten 21 % eine Erkrankung in Stadium III.
    • hatten 54 % eine Erkrankung in Stadium IV.
    • hatten 29 % große Tumormassen.
  • Etwa die Hälfte der Patienten erhielt IGEV-Bv als zweite Salvage-Therapie.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Nach 1 oder 2 Zyklen IGEV-Bv hatten 71 % ein vollständiges metabolisches Ansprechen (MR) und 25 % ein teilweises MR erreicht. 96 % unterzogen sich im Anschluss einer Transplantation.
  • Die geschätzten Raten des 2-jährigen Überlebens nach der HSZT:
    • 87,1 % (95 %-KI: 65–95,7 %) progressionsfreies Überleben (PFS).
    • 73,5 % (95 %-KI: 49,8–87,3 %) Gesamtüberleben (OS).
  • IGEV-Bv lieferte als erste gegenüber einer zweiten Salvage-Therapie ein besseres PFS (p = 0,0078).
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse waren hämatologisch; 96 % und 89 % der Patienten litten an Neutropenie bzw. Thrombozytopenie von Grad 3–4.
  • 57 % der Patienten entwickelten eine febrile Neutropenie.

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.