Psoriasis-Arthritis: Signifikante Verbesserungen mit dem Antikörper Guselkumab


  • Michael Simm
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaften

Der humane Antikörper Guselkumab führte bei 58 % der vorbehandelten Patienten mit einer Psoriasis-Arthritis nach 24 Wochen zu einer mindestens 20-prozentigen Verbesserung und war damit etwa 3 Mal wirksamer als Placebo.

Hintergrund

Etwa jeder dritte Patient mit einer Psoriasis leidet unter einer Psoriasis-Arthritis; die Behandlungsmöglichkeiten sind bislang unbefriedigend. Gefragt wurde, ob der bereits zur Therapie der moderaten bis schweren Psoriasis zugelassene humane Antikörper Guselkumab auch bei der arthritischen Form der Krankheit wirksam und sicher ist.

Design

Doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie der Phase 2a an 34 rheumatologischen und dermatologischen Praxen in 7 Ländern mit 149 Patienten im Alter ab 18 Jahren ohne ausreichendes Ansprechen auf die Standardbehandlung und mit jeweils mindestens 3 empfindlichen und geschwollenen Gelenken. Sie wurden im Verhältnis 1:2 randomisiert auf Placebo oder Guselkumab 100 mg s.c. in Woche 0, 4, und danach alle 8 Wochen für 24 Wochen.

Patienten, die sich nach 16 Wochen kaum verbessert hatten, durften auf Ustekinumab ausweichen. In Woche 24 wechselten die verbleibenden Placebo-Patienten auf Guselkumab, während die Guselkumab-Gruppe eine Placebo-Injektion erhielt. Anschließend gab es für beide Gruppe noch jeweils 3 Guselkumab-Injektionen bis zur Woche 44.

Hauptergebnisse

  • Den primären Endpunkt von mindestens 20 % Verbesserung gemäß den Kriterien des American College of Rheumatology erreichten nach 24 Wochen 58 % der Patienten unter Guselkumab und 18 % unter Placebo (p
  • Eine minimale Krankheitsaktivität erreichten 23 % unter Guselkumab gegenüber 2 % unter Placebo.
  • Die Rate der Nebenwirkungen war mit 36 vs. 33 % in beiden Gruppen ähnlich, und es gab keine opportunistischen Infektionen.
  • Unter Guselkumab mussten 10 % der Patienten in Woche 16 auf Ustekinumab ausweichen, unter Placebo waren es 35 %.

Klinische Bedeutung

Mit dem humanen Antikörper Guselkumab soll die Psoriasis durch eine Intervention im Interleukin 23-Signalweg bekämpft werden, was – weniger spezifisch – bereits mit Ustekinumab möglich ist, einem Antikörper, der sowohl Interleukin 12 als Interleukin 23 hemmt. Das Studiendesign erlaubt aber keinen Vergleich zwischen den beiden Präparaten, weil der Anteil der Patienten, die auf Ustekinumab umgestellt wurden, zu klein war. Mehr Klarheit über den Stellenwert von Guselkumab bei der arthritischen Psoriasis sollen 2 laufende Studien der Phase 3 bringen, bei denen auch eine größere Zahl von Patienten teilnehmen, die nicht auf TNF-Inhibitoren angesprochen haben.

Finanzierung: Janssen Research & Development.