PSA-Screening verlängert langfristige Überlebenschancen in PLCO-Studie nicht

  • Pinsky PF & al.
  • BJU Int
  • 05.10.2018

  • aus Deepa Koli
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • In einer 17-jährigen Nachbeobachtung von Männern aus der Studie zum Screening von Prostata, Lunge, Darm und Eierstock auf Krebs (PLCO) führte ein regelmäßiges PSA-Screening im Vergleich zur Standardversorgung nicht zur Reduzierung der Mortalität durch Prostatakrebs.
  • Ein signifikanter Anstieg wurde bei niedriggradigem, nicht aber bei hochgradigem Prostatakrebs beobachtet.

Warum das wichtig ist

  • Langzeitdaten bestätigen, dass Interventionen mit einem Screening die Sterblichkeit durch Prostatakrebs nicht verringern und bei niedriggradiger Krankheit zu Überdiagnostizierung führt.

Studiendesign

  • PLCO-Studie: Männer im Alter von 55–74 Jahren wurden per Zufallsverfahren entweder der Gruppe mit der Intervention (n = 38.340) oder der Standardversorgung (n = 38.343) zugewiesen.
  • Männer in der Interventionsgruppe erhielten jährlich 6 PSA-Screenings und 4 digitale Rektaluntersuchungen.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeboachtung für Mortalität lag bei 16,9 Jahren in der Interventionsgruppe und bei 16,7 Jahren in der Standardversorgungsgruppe.
  • Die durch Prostatakrebs bedingten Todesraten betrugen 5,5 und 5,9 pro 10.000 Personenjahren in der Interventionsgruppe bzw. der Standardversorgungsgruppe (Ratenverhältnis [RR]: 0,93; p = 0,38).
  • Die Inzidenzraten für Prostatakrebs betrugen 106,3 und 101,1 pro 10.000 Personenjahren in der Interventionsgruppe bzw. Standardversorgungsgruppe (RR: 1,05; 95 %-KI: 1,01–1,09).
  • Es zeigte sich ein signifikanter Anstieg der Krankheit mit Gleason-Score 2–6 (RR: 1,17; p 

Einschränkungen

  • Die Bestätigung des Endpunktes fehlte.