Protonentherapie zeigt gute Krankheitskontrolle bei Neuroblastom im Kindesalter

  • Hill-Kayser CE & al.
  • Int J Radiat Oncol Biol Phys
  • 07.02.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Eine Protonentherapie ist gut verträglich und weist eine gute lokale Kontrolle bei Kindern mit hochriskantem Neuroblastom auf.
  • Kein Patient litt an späteren Toxizitäten.

Warum das wichtig ist

  • Die aktuelle Standardtherapie, eine externe Strahlentherapie, verbessert zwar die lokoregionäre Kontrolle, ist aber mit einem höheren Risiko für spätere Toxizitäten assoziiert.
  • Ergebnisse aus kleinen Studien nach einer Protonentherapie bei Patienten mit Neuroblastom liegen bereits vor.

Studiendesign

  • 45 nacheinander behandelte Patienten (medianes Alter: 46 Monate) mit Hochrisiko-Neuroblastom erhielten in den Jahren 2010–2015 eine Protonenstrahlentherapie nach einer systemischen Therapie, primären Tumorresektion und hochdosierten Chemotherapie mit Stammzellentransplantation.
  • Finanzierung: Für diese Studie gab es keine externe Finanzierung.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine Rezidivfreiheit des primären Befallsherds von 97 % wurde nach 3, 4 und 5 Jahren beobachtet.
  • Nach 3, 4 und 5 Jahren:
    • lagen die Raten für das Gesamtüberleben bei 89 %, 80 % bzw. 80 %.
    • lagen die Raten für das ereignisfreie Überleben bei 77 %, 70 % bzw. 70 %.
  • Nach einer medianen Verlaufskontrolle von 48,7 Monaten seit Diagnose waren 82 % der Patienten am Leben und 71 % krankheitsfrei.
  • 1 Patient erlitt ein lokoregionäres Rezidiv.
  • 27 % der Patienten erlitten ein Rezidiv an fernen, nicht bestrahlten anatomischen Stellen, die nicht mit einem lokoregionären Rezidiv assoziiert waren.
  • Kein Patient litt an einer signifikanten strahlenbedingten späteren Toxizität.

Einschränkungen

  • Monozentrische Beobachtungsstudie.