Prostatakarzinom: SBRT und aktive Überwachung erzielen ähnliche QoL nach 2 Jahren

  • Moon DH & et al.
  • Eur Urol
  • 08.03.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine stereotaktische Strahlentherapie (SBRT) verschlechtert die Lebensqualität (QoL) für Patienten mit lokalisiertem Prostatakarzinom im Vergleich zur aktiven Überwachung (AS) nach 2 Jahren nicht.
  • Eine konventionell fraktionierte externe Strahlentherapie (EBRT) verschlimmert im Vergleich zur AS eine sexuelle Funktionsstörung und Harnobstruktion/-irritation nach 3 Monaten und Darmsymptome nach 3 und 24 Monaten.

Warum das wichtig ist

  • Es liegen nicht genügend Daten zum Vergleich der QoL von Patienten vor, die eine SBRT vs. konventionell fraktionierter EBRT oder AS erhalten.
  • Größere Studien mit längerer Verlaufskontrolle sind erforderlich, um diese Erkenntnisse bestätigen zu können.

Studiendesign 

  • 680 Männer mit neu diagnostiziertem Prostatakarzinom erhielten eine SBRT oder EBRT ohne Androgendeprivationstherapie, oder eine AS.
  • Finanzierung: Patient-Centered Outcomes Research Institute; US Department of Health and Human Services.

Wesentliche Ergebnisse

  • Alle Bewertungen in der QoL-Domäne für Patienten, die eine SBRT erhielten, waren mit denen der Patienten unter einer AS zu allen Zeitpunkten (3, 12 und 24 Monaten) vergleichbar.
  • Patienten, die eine EBRT ohne ADT erhielten, hatten im Vergleich zur AS statistisch wesentlich schlimmere:
    • Sexuelle Funktionsstörungen nach 3 Monaten (mittlere Differenz [MD]: 8,0; 95 %-KI: 0,5–15,6).
    • Harnobstruktion und -irritation nach 3 Monaten (MD: 10,8; 95 %-KI: 7,5–14,2).
    • Darm-Scores nach 3 Monaten (MD: 4,6; 95 %-KI: 2,0–7,3) und nach 24 Monaten (MD: 3,2; 95 %-KI: 0,2–6,2).

Einschränkungen

  • Nichtrandomisierte Studie.
  • Kleine Stichprobe.