Prostatakarzinom: Outcome bei viszeralen Metastasen wird durch Enzalutamid nicht verbessert

  • Armstrong AJ & al.
  • J Urol

  • Petra Kittner
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Die Zugabe von Enzalutamid zur Androgendeprivationstherapie (ADT) führt zu einem verbesserten radiologischen PFS bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC), die nur Knochenmetastasen hatten, und bei jenen mit Knochen- plus Lymphknotenmetastasen, aber nicht bei jenen mit viszeralen Metastasen.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse haben Auswirkungen auf die klinische Praxis bei Patienten mit diesen metastatischen Ausbreitungsmustern.

Studiendesign

  • ARCHES-Studie: 1146 Patienten mit mHSPC wurden randomisiert Enzalutamid plus ADT oder Placebo plus ADT zugeteilt.
  • 45% der Patienten hatten lediglich Knochenmetastasen, 31% hatten Knochen- und Lymphknotenmetastasen, 13% hatten nur Lymphknotenmetastasen und 11% hatten viszerale ± Knochen-/Lymphknotenmetastasen.
  • Finanzierung: Astellas Pharma Inc.; Pfizer Inc.

Wesentliche Ergebnisse

  • Unter Enzalutamid plus ADT zeigte sich ein reduziertes Risiko (HRs; 95% KIs) für radiologische Progression gegenüber Placebo plus ADT bei Patienten mit:
    • Lediglich Knochenmetastasen: 0,33 (0,22-0,49).
    • Knochen- und Lymphknotenmetastasen: 0,31 (0,21-0,47).
  • Es zeigte sich unter Enzalutamid+ADT keine Verbesserung im radiologischen PFS von Patienten mit viszeralen ± Knochen-/Lymphknotenmetastasen (0,94; 0,51-1,73).
  • Verglichen mit den anderen Subgruppen und der Behandlungsgruppe zeigten Patienten mit viszeralen Metastasen, die Enzalutamid plus ADT erhielten, häufiger:
    • Unerwünschte Ereignisse, die zum Tod führten (7,8% vs. 0,8%-3,0%).
    • Toxizitätsbedingte Studienabbrüche (17,2% vs. 3,1%-7,1%).

Einschränkungen

  • Post-hoc-Analyse.
  • Geringe Subgruppen-Größe.