Prostatakarzinom mit mittlerem Risiko: aktive Überwachung ist bei einigen Patienten machbar

  • Carlsson S & et al.
  • J Urol
  • 01.01.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine aktive Überwachung ist bei bestimmten Prostatakarzinom-Patienten mit mittlerem Risiko durchführbar.

Warum das wichtig ist

  • Es sind weitere Studien zur Langzeit-Nachbeobachtung notwendig.

Studiendesign

  • 219 Männer mit Prostatakarzinom der Graduierungsgruppe 2 wurden zwischen 2000 und 2017 mit aktiver Überwachung betreut.
  • Finanzierung: Sidney Kimmel Center for Prostate and Urologic Cancers.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mittlere Anzahl positiver Stanzbiopsien war 2.
  • Die mittlere Gesamtlänge des Tumors in der diagnostischen Biopsie war 4 mm.
  • Das mittlere Follow-up betrug 3,1 Jahre.
  • 64 Patienten erhielten eine Behandlung:
    • Radikale Prostatektomie (56%).
    • Strahlentherapie (31%).
    • Hormontherapie (5%).
    • Fokale Therapie (8%).
  • Das behandlungsfreie Überleben nach 5 Jahren war 61% (95% KI 52%-70%) und nach 10 Jahren 49% (95% KI 37%-60%).
  • Die Hauptauslöser für die Behandlung waren:
    • Patientenpräferenz (30%).
    • Höherstufung des Biopsiegrades (22%) oder des Volumens (23%).
  • Bei den Patienten, die sich einer radikalen Prostatektomie unterzogen, hatten 11% eine Erkrankung der Graduierungsgruppe 3.
  • Bei 3 Patienten wurde ein biochemisches Rezidiv nach radikaler Prostatektomie festgestellt.
  • Das 10-Jahres-OS war 77%; das 5-Jahres-OS 97%.
  • Kein Patient entwickelte Fernmetastasen oder verstarb aufgrund von Prostatakrebs während der Beobachtung.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.