Prostatakarzinom mit günstigem Risiko: verzögerte Operation wirkt sich nicht nachteilig auf das Outcome aus

  • Ahmad AE & al.
  • J Urol
  • 01.09.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine verzögerte radikale Prostatektomie bei Prostatakarzinompatienten mit günstigem Risiko, die mit aktiver Überwachung behandelt werden, ist mit ähnlichen pathologischen und onkologischen Ergebnissen verbunden wie eine Vorab-Operation.

Warum das wichtig ist

  • Aktive Überwachung wirkt sich nicht nachteilig auf Patienten mit Progression des Tumorgrades aus.

Studiendesign

  • Studie an 170 Männern mit Prostatakarzinom und günstigem Risiko, die sich einer verzögerten radikalen Prostatektomie aufgrund der Progression des Tumorgrades (Gruppengrad [GG] ≥2) nach aktiver Überwachung unterzogen, und 405 zugeordneten Patienten mit de novo GG ≥2, die mit einer radikalen Prostatektomie vorab behandelt wurden.
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Das mittlere Follow-up war 5,6 Jahre.
  • In der Verzögerungsgruppe zeigte sich gegenüber der Gruppe mit Vorab-OP kein Unterschied hinsichtlich:
    • 5-Jahres-OS: 98,1% vs. 99,7% (p=0,44).
    • Krebsspezifischem Überleben nach 5 Jahren: 100% und 99,7% (p=0,39).
    • Biochemischem rezidivfreiem Überleben nach 5 Jahren: 85,8% vs. 82,4% (p=0,38).
  • In der Verzögerungsgruppe zeigte sich gegenüber der Gruppe mit Vorab-OP kein Unterschied bei der radikalen Prostatektomie hinsichtlich:
    • Pathologischem T3-Stadium (37% vs. 43%; p=0,22).
    • Extension außerhalb der Prostata (34% vs. 41%; p=0,09).
    • Invasion der Samenbläschen (4% vs. 8%; p=0,07).
    • GG-Verteilung (p=0,81).
    • Rate positiver Schnittränder (21% vs. 21%; p=0,90).
    • Positivem Lymphknotenstatus (1% vs. 2%; p=0,52).

Einschränkungen

  • Retrospektiv.