Prostatakarzinom: Metaanalyse deutet auf Lokalversagen als unabhängigen Prognosefaktor für das Überleben hin

  • Kishan AU & et al.
  • Eur Urol
  • 10.11.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit hochgradigem lokalisiertem Prostatakarzinom, die sich einer Bestrahlungstherapie unterziehen, zeigte das lokale Versagen einen unabhängigen Zusammenhang mit OS, Prostatakarzinom-spezifischem Überleben (PCSS) und Fernmetastasen-freiem Überleben (DMFS).
  • Das lokale Versagen vor Fernmetastasierung war mit einem schlechteren PCSS verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Lokales Versagen rechtfertigt bei diesen Patienten eine offensive Behandlungsintensivierung.

Studiendesign

  • Eine Metaanalyse von 6 randomisierten Studien, die 992 Patienten mit hochgradigem lokalisiertem Prostatakarzinom einschlossen.
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mittleres Follow-up war 6,4 Jahre.
  • Lokales Versagen war mit einem schlechteren OS (HR 1,70; p
  • Bei Patienten, die eine Bestrahlungstherapie + kurzzeitige Androgentherapie erhielten und Fernmetastasen ausbildeten, war die durchschnittliche Dauer bis zum Ereignis signifikant länger bei jenen mit Lokalversagen als bei jenen ohne (4,58 vs. 2,38 Jahre; p
  • Patienten, die kein Lokalversagen entwickelten, hatten gegenüber jenen, die ein Lokalversagen vor Fernmetastasierung entwickelt hatten, ein signifikant besseres PCSS (HR 0,14; p
  • Patienten, die ein Lokalversagen entwickelt hatten, zeigten ein erhöhtes Risiko für Fernmetastasierung oder Tod (HR 1,86; p=0,04) gegenüber jenen ohne Lokalversagen.

Einschränkungen

  • Heterogenität unter den Studien.