Prostatakarzinom: kurzzeitige Androgendeprivation + Salvage-Radiotherapie verzögert Metastasierung und Progression

  • Carrie C & et al.
  • Lancet Oncol
  • 16.10.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Kombination von 6-monatigem Goserelin (Androgendeprivationstherapie; ADT) plus Salvage-Radiotherapie verbessert signifikant das 120-monatige PFS und metastasenfreie Überleben (MFS) gegenüber alleiniger Radiotherapie bei Patienten mit Prostatakarzinom mit biochemischem Rezidiv nach radikaler Prostatektomie.

Warum das wichtig ist

  • Die Studie spricht für den Einsatz von ADT zusammen mit Standard-Radiotherapie bei diesen Patienten.

Studiendesign

  • Analyse des 112-monatigen Follow-ups der Phase 3-Studie GETUG-AFU 16 mit 743 Patienten mit Prostatakarzinom und initial nicht nachweisbarem PSA, das nach radikaler Prostatektomie auf 0,2-2 ng/ml anstieg.
  • Die Patienten wurden randomisiert einer Radiotherapie ± Goserelin zugeteilt.
  • Finanzierung: das französische Gesundheitsministerium; AstraZeneca; andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Am Ende der Datenerhebung war das mittlere Follow-up 112 Monate.
  • Radiotherapie + Goserelin vs. alleiniger Radiotherapie verbesserte signifikant:
    • Das 120-monatige PFS (64% vs. 49%; HR 0,54; p
    • Das 120-monatige MFR (75% vs. 69%; HR 0,73; p=0,0339).
  • Es wurde kein Unterschied beim 120-monatigen OS beobachtet (HR 0,93; p=0,73).
  • 2 Fälle von Sekundärtumoren seit der primären Analyse waren nicht behandlungsbedingt.
  • 1 behandlungsbedingte schwerwiegende Nebenwirkung Grad 3 wurde berichtet.
  • Es gab späte Nebenwirkungen Grad 3-4 von Harninkontinenz: 4% unter Radiotherapie + Goserelin und 5% unter alleiniger Radiotherapie.
  • Es ereignete sich kein behandlungsbedingter Todesfall.

Einschränkungen

  • Open-Label-Design.