Prostatakarzinom: Krankheitsprogression eine Hauptursache für Abbruch der Überwachung

  • Van Hemelrijck M & al.
  • Eur Urol
  • 29.10.2018

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Beinahe 44 % der Männer mit Prostatakarzinom brechen eine aktive Überwachung (AS) innerhalb von 5 Jahren ab; 27,5 % davon entwickelten Anzeichen einer Krankheitsprogression.

Warum das wichtig ist

  • Die große Anzahl der Patienten, die sich aufgrund von Anzeichen einer Krankheitsprogression für einen Abbruch entscheiden, macht deutlich, dass die Patientenauswahl für AS verbessert werden muss.

Studiendesign

  • 10.296 Männer mit Prostatakarzinom unter AS aus der Datenbank, Movember's Global Action Plan Prostate Cancer Active Surveillance initiative (GAP3).
  • Finanzierung: Movember Foundation.

Wesentliche Ergebnisse

  • 7.049 Männer blieben unter AS während der Nachbeobachtung (>5 Jahre Nachbeobachtung: 2.339;
  • Die kumulative Inzidenzrate von Männern, die unter AS blieben, betrug 56,4 % während der 5-jährigen Nachbeobachtung.
  • 43,6 % der Männer brachen die AS ab oder waren Lost-to-Follow-up.
    • 27,5 % zeigten Anzeichen einer Krankheitsprogression.
    • 12,8 % stellten ohne Nachweis einer Krankheitsprogression auf eine aktive Behandlung um.
    • 1,7 % der Männer blieben unter aktiver Beobachtung.
    • 1,7 % verstarben aufgrund anderer Ursachen.
  • Die 10-jährige kumulative Inzidenz von Anzeichen einer Krankheitsprogression betrug 38,2 %.

Einschränkungen

  • Die Studienprüfpläne und die Datenerhebung waren über die Zentren hinweg heterogen.