Prostatakarzinom: Komorbidität CVD mit höherer Mortalität unter ADT verbunden

  • Lu-Yao G & al.
  • Eur Urol
  • 02.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine gleichzeitig bestehende kardiovaskuläre Erkrankung (CVD) ist bei älteren Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom mit einer höheren Kurzzeit-Mortalität unter Enzalutamid oder Abirateronazetat verbunden.
  • Vorbestehender Bluthochdruck und 1-2 CVDs sind bei Patienten mit vorangegangener Chemotherapie mit einer höheren Hospitalisierungsrate verbunden.

Warum das wichtig ist

  • Patienten mit vorbestehender CVD sind ungeeignet für klinische Studien mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT).

Studiendesign

  • 3876 Patienten ab 65 Jahre mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom unter Behandlung mit Abirateronazetat oder Enzalutamid; 850 hatten sich einer Chemotherapie unterzogen.
  • Finanzierung: Department of Health of Pennsylvania.

Wesentliche Ergebnisse

  • 67% der Patienten hatten mindestens eine vorbestehende CVD.
  • Das 6-monatige Mortalitätsrisiko war höher mit 1-2 gegenüber keiner vorbestehenden CVD (relatives Risiko [RR] 1,16; 95% KI 1,00-1,36) und keiner vorangegangenen Chemotherapie.
  • Das Risiko erhöhte sich weiter bei 3 oder mehr bestehenden CVDs (RR 1,43; 95% KI 1,04-1,98) und keiner vorangegangenen Chemotherapie (RR 1,43; 95% KI 1,04-1,98).
  • Das Mortalitätsrisiko unter Enzalutamid und Abirateronazetat war vergleichbar.
  • Die Hospitalisierungsrate bei Patienten nach Chemotherapie war höher bei gleichzeitig bestehendem:
    •  Bluthochdruck (Inzidenzratenverhältnis [IRR] 1,38; 95% KI 1,04-1,82).
    • 1-2 gegenüber keiner CVD (IRR 1,43; 95% KI 1,15-1,78).
  • Unter Patienten ohne Chemotherapie und mit 3 oder mehr CVDs war Enzalutamid mit einer geringeren Hospitalisierungsrate verbunden als Abirateronazetat (IRR 0,59; 95% KI 0,44-0,79).

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.