Prostatakarzinom: Kombinationstherapie ist alleiniger Androgen-Deprivation überlegen

  • Eur Urol
  • 31.10.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakarzinom (mHSPC) verlängert eine Androgen-Deprivationstherapie (ADT) in Kombination mit Abirateron, Apalutamid, Enzalutamid oder Docetaxel das OS im Vergleich zu alleiniger ADT.

Warum das wichtig ist

  • Die Optionen für die Kombinationstherapie ermöglichen Klinikern eine erhebliche Flexibilität bei der Wahl der Behandlungsoptionen für die Patienten.

Studiendesign

  • Netzwerk-Metaanalyse von 7 randomisierten kontrollierten Studien mit behandlungsnaiven mHSPC-Patienten, die randomisiert einer alleinigen ADT oder einer Kombination mit Docetaxel/Abirateron/Enzalutamid/Apalutamid zugeteilt wurden.
  • Finanzierung: keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Der Kombinationsarm war gegenüber dem alleinigen ADT-Arm mit einer signifikanten Verbesserung des OS verbunden:
    • Enzalutamid+ADT: HR 0,53 (95% KI 0,37-0,75);
    • Apalutamid+ADT: HR 0,64 (95% KI 0,47-0,86);
    • Abirateron+ADT: HR 0,69 (95% KI 0,61-0,79) und
    • Docetaxel+ADT: HR 0,81 (95% KI 0,72-0,92).
  • Enzalutamid war die bevorzugte Behandlungsoption zur Verlängerung des OS, gefolgt von Apalutamid (Fläche unter dem kumulativen Ranking 76,9% bzw. 19,8%).
  • Alle 4 Kombinationen verlängerten bei Patienten mit hochvolumiger Erkrankung signifikant das Überleben.
  • Enzalutamid+ADT verlängerte bei Patienten mit geringvolumiger Erkrankung signifikant das OS gegenüber alleiniger ADT.

Einschränkungen

  • Fehlen eines direkten Vergleiches.