Prostatakarzinom: extreme RT-Hypofraktionierung reduziert Toxizität bei gleichem Outcome

  • Marvaso G & al.
  • Int J Radiat Oncol Biol Phys
  • 01.08.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Prostatakarzinom war eine extrem hypofraktionierte Radiotherapie (EH-RT) mit einer geringeren akuten Toxizität verbunden als eine moderat hypofraktionierte Radiotherapie (MH-RT).
  • Das onkologische Outcome war ähnlich.

Warum das wichtig ist

  • Extreme Hypofraktionierung kann bei ausgewählten Patienten sicher angewandt werden.

Studiendesign

  • 421 Patienten  mit Prostatakarzinom wurden entweder mit MH-RT (20,2 Gy in 26 Fraktionen) oder EH-RT (32,5-35,0 Gy in 5 Fraktionen) behandelt.
  • Finanzielle Förderung:  Italian Association for Cancer Research.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die durchschnittliche Beobachtungszeit betrug 43 Monate für die MH-RT-Gruppe und 30 Monate für die EH-RT-Gruppe.
  • Insgesamt waren akute urogenitale Toxizitäten unabhängig vom Schweregrad und gastrointestinale Toxizitäten häufiger in der MH-RT-Gruppe als in der EH-RT-Gruppe  (67% vs. 43%; p=0,001 bzw. 38% vs. 9%; p
  • Ergebnisse der Propensity Score-gematchten Analyse (n=226):
    • Die MH-RT-Gruppe zeigte häufiger akute urogenitale Toxizitäten > Grad 1 (29% vs. 8%; p=0,001) und gastrointestinale Toxizitäten (11% vs. 2%; p=0,010).
    • Hinsichtlich des biochemischen PFS (p=0,729), klinischen PFS (p=0,424) und Gesamtüberleben (p=0,739) ergaben sich keine signifikanten Unterschiede.
  • In der gesamten und der Propensity Score-gematchten Kohorte zeigte sich kein Unterschied zwischen späten urogenitalen und gastrointestinalen Toxizitäten.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.
  • Kurze Beobachtungsdauer.