Prostatakarzinom: EBRT mit höherem Risiko für Blasenkrebs verknüpft

  • Moschini M & al.
  • Eur Urol
  • 04.10.2018

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Patienten mit Prostatakrebs, die mit einer externen Radiotherapie (EBRT) behandelt worden waren, trugen ein um 35 % höheres Risiko für die Entwicklung eines sekundären Primärtumors der Blase als Patienten, die mit einer radikalen Prostatektomie (RP) behandelt worden waren.

Warum das wichtig ist

  • Ärzte sollten Patienten im Beratungsgespräch über die Risiken der Behandlung aufklären.

Studiendesign

  • 84.397 Patienten im Alter von > 65 Jahren mit lokalisiertem Prostatakrebs wurden zwischen 1988 und 2009 mit einer RP oder einer EBRT behandelt.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • 18 % der Patienten wurden > 10 Jahre lang nachbeobachtet.
  • 1.238 Patienten entwickelten Blasenkrebs.
  • Bei Patienten, die mit einer RP behandelt worden waren, betrugen die 5- und 10-jährigen, kumulativen Raten für Blasenkrebs 0,75 % bzw. 1,63 % vs. für bei den mit EBRT-behandelten Patienten 1,26 % bzw. 2,34 % (p 
  • Eine EBRT wies ein signifikantes Risiko für sekundären primären Blasenkrebs auf (HR: 1,35; p 
  • Patienten im Alter von > 80 Jahren wiesen keinen Unterschied im Risiko für einen Sekundärtumor nach einer Primärbehandlung auf.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.
  • Informationen zur Radiotherapie-Dosis lagen nicht vor.