Prostatakarzinom: ASCO befürwortet Leitlinie zur Knochengesundheit und knochengerichteten Therapien

  • Saylor PJ & al.
  • J Clin Oncol
  • 28.01.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) hat den Leitlinien von Cancer Care Ontario aus 2017 zur Knochengesundheit und knochengerichteten Therapien für Patienten mit Prostatakarzinom zugestimmt.
  • ASCO befürwortet alle 4 ursprünglichen Empfehlungen.

Wesentliche Empfehlungen

  • Patienten mit nicht-metastasiertem Prostatakarzinom und hohem Frakturrisiko unter Androgen-Deprivationstherapie: Erwägung von Denosumab in Osteoporose-indizierter Dosierung, um das Frakturrisiko zu senken.
    • Falls Denosumab kontraindiziert oder nicht verfügbar ist, kann ein Bisphosphonat eingesetzt werden.
  • Bei Hochrisiko-Patienten mit lokal begrenzter Erkrankung werden Bisphosphonate zur Senkung des Risikos für erste Knochenmetastasen nicht empfohlen.
    • Bei Männern mit nicht-metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (CRPC) wird Denosumab nicht empfohlen.
  • Patienten mit metastasiertem CRPC: zur Verhinderung oder Verzögerung knochenbedingter Ereignisse werden entweder Zoledronsäure oder Denosumab empfohlen.
  • Erwägen von Radium-223 bei Männern mit symptomatischer Erkrankung und Knochenschmerzen, um symptomatische Knochenereignisse zu verringern und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu verbessern.
    • Radiopharmazeutika oder intravenöse Bisphosphonate können zur Schmerzlinderung bei Männern mit Knochenschmerzen in Betracht gezogen werden.
    • Es gibt derzeit unzureichende Evidenz für eine Empfehlung bei metastasierter kastrationssensitiver Erkrankung.
  • Patienten mit symptomatischem metastasiertem CRPC: Erwägung von Radium-223, um das OS zu verlängern.