Prostatakarzinom: Androgenrezeptor-Last gibt Aufschluss über Ansprechen auf Androgendeprivationstherapie

  • De Laere B & et al.
  • JAMA Oncology
  • 02.05.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Störungen des Androgenrezeptors (AR) sind bei Patienten mit metastatischem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) mit TP53-Wildtyp, die mit Abirateron oder Enzalutamid behandelt werden, mit einem kürzeren progressionsfreien Überleben (PFS) assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Mit der Erstellung eines AR-Profils können die Patienten identifiziert werden, die wahrscheinlich schlechtere Ergebnisse mit einer Androgendeprivationstherapie erzielen und daher andere Behandlungsoptionen angeboten bekommen sollten.

Studiendesign

  • Bei 80 Patienten mit TP53-Wildtyp mCRPC, die mit Abirateron oder Enzalutamid behandelt worden waren, wurde anhand von Flüssigbiopsieproben simultan ein Profil der Expression von AR-Splicevarianten erstellt.
  • Finanzierung: Belgische Krebsstiftung; die Flemish Cancer Society; Cancer Research, UK.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Verlaufskontrolle betrug 13 Monate.
  • 1, 2 und ≥ 3 AR-Störungen lagen bei 16, 17 bzw. 16 Patienten vor.
  • Die mediane Dauer des PFS betrug 13,7, 10,1, 6,1 und 2,8 Monate für Patienten mit 0, 1, 2 bzw. ≥ 3 AR-Störungen (p 
  • Bei Patienten unter Abirateron (n = 57) betrug die mediane Dauer des PFS 13,7, 10,1, 5,3 und 2,3 Monate für Patienten mit 0, 1, 2 bzw. ≥ 3 AR-Störungen (p 
  • Bei Patienten unter Enzalutamid (n = 23), betrug die mediane Dauer des PFS 13,8, 9,2, 9,6 und 3,4 Monate (p = 0,02).

Einschränkungen

  • Post-hoc-Analyse.