Prostatakarzinom: alleiniger MRT-Ansatz übersieht klinisch bedeutsame Krebsfälle

  • Mannaerts CK & et al.
  • BJU International
  • 21.04.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine multiparametrische Magnetresonanztomographie (mpMRI) und eine Kontrast-Ultraschalldispersions-Bildgebungsstrategie (CUDI) hatten geringere Erkennungsraten für klinisch signifikanten (Gradgruppe [GG] ≥2) Prostatakrebs bei Biopsie-naiven Männern im Vergleich zur systematischen Biopsie.

Warum das wichtig ist

  • Die Studie weist darauf hin, dass eine rein bildgebende Strategie klinisch signifikante Läsionen übersehen kann.

Studiendesign

  • Interimsanalyse einer prospektiven, monozentrischen Studie.
  • 142 Biopsie-naive Männer unterzogen sich einer mpMRI oder CUDI gefolgt von einer systematischen Stanzbiopsie mit 12 Proben.
  • Eine gezielte Biopsie wurde durchgeführt, wenn im mpMRI/CUDI verdächtige Läsionen gefunden wurden.
  • Finanzierung: Dutch Cancer Society.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine systematische Biopsie entdeckte im Vergleich zu mpMRI und CUDI signifikant mehr:
    • Krebsfälle mit einer GG ≥2 (39% vs. 29% bzw. 28%; p
    • Krebsfälle mit einer GG 1 (14% vs. 1% bzw. 3%; p
  • Es zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen systematischer Biospie, mpMRI und CUDI bei den Erkennungsraten für:
    • Krebsfälle mit einer GG ≥2 und einem kribriformen Wachstumsmuster und/oder intraduktalen Karzinomen (25%, 22% und 20%).
    • Krebsfälle mit einer GG ≥3 (14%, 16% und 12%).

Einschränkungen

  • Die Studie wurde bei der Interimsanalyse gestoppt.