Prostatakarzinom: ähnliches Überleben mit operativem Eingriff und mit externer Strahlentherapie + Brachytherapie

  • Sebastian NT & al.
  • Urol Oncol
  • 18.05.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Prostatakarzinom mit ungünstigem intermediärem Risiko führt eine radikale Prostatektomie (RP) zu einem OS, das dem einer externen Strahlentherapie (EBRT) plus Brachytherapie ähnelt, aber höher ist als das OS einer EBRT oder Brachytherapie allein.
  • Bei Patienten, die eine Androgendeprivationstherapie (ADT) erhalten, unterschied sich das OS mit einer RP im Vergleich zu einer dosiseskalierten EBRT oder Brachytherapie statistisch nicht.

Warum das wichtig ist

  • Da prospektive randomisierte Studien fehlen können diese Ergebnisse dabei hilfreich sein, die klinische Entscheidungsfindung für diese Patienten zu leiten.

Studiendesign

  • 10.439 Patienten aus der National Cancer Database, die an einem Prostatakarzinom mit ungünstigem intermediärem Risiko leiden und 2004–2014 mit RP, EBRT, Brachytherapie oder EBRT + Brachytherapie behandelt wurden.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Nachbeobachtungszeit: 4,1 Jahre.
  • Nach dem Propensity-Score-Matching sah das OS bei den Patienten mit RP folgendermaßen aus:
    • Kein signifikanter Unterschied im Vergleich zu jenen, die EBRT + BT erhielten (HR: 1,24, p = 0,057)
    • Signifikant höher als bei einer EBRT (HR: 2,30, p 
  • Bei eine ADT erhaltenden Patienten unterschied sich das OS mit einer Brachytherapie (HR: 3,08, p = 0,17) oder einer EBRT-Dosis von ≥ 7.920 cGy (HR: 2,6, p = 0,26) statistisch nicht im Vergleich zu einer RP.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.
  • Kurze mediane Nachbeobachtung.