Prostatakarzinom: ADT nicht mit Alzheimer-assoziierter Demenz verknüpft

  • Robinson D & al.
  • BJU Int
  • 13.01.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Der Einsatz einer Androgendeprivationstherapie (ADT) war für Patienten mit Prostatakarzinom nicht mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer-assoziierte Demenz verknüpft.
  • Patienten, die Agonisten für das Gonadotropin-releasing Hormon (GnRH) erhielten oder sich einer Orchidektomie unterzogen hatten, wiesen ein höheres Risiko für eine nicht durch Alzheimer-bedingte Demenz auf.

Warum das wichtig ist

  • Die Ergebnisse können die Bedenken hinsichtlich des Effekts von ADT auf die kognitive Gesundheit ausräumen.

Studiendesign

  • Studie von 25.967 Männern mit und 121.018 Männern ohne Prostatakarzinom.
  • Finanzierung: Swedish Research Council; The Swedish Cancer Society; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mediane Nachbeobachtung betrug 4,3 Jahre.
  • 7.209 Patienten wurden aktiv überwacht, 6.982 erhielten primär einen GnRH-Agonisten und 705 Männer unterzogen sich einer Orchidektomie; 7.703 der Männer, die eingangs mit kurativer Absicht oder aktiver Überwachung behandelt worden waren, erhielten anschließend eine ADT.
  • Das Risiko für Demenz war statistisch nicht signifikant bei Männern unter aktiver Überwachung (HR: 0,99; 95 %-KI: 0,89–1,10) und bei Männern, die Antiandrogene erhielten (HR: 0,94; 95 %-KI: 0,84–1,05), verglichen mit Männern ohne Prostatakarzinom.
  • Das Risiko für Demenz war signifikant höher für Männer, die GnRH-Agonisten (HR: 1,15; 95 %-KI: 1,07–1,23) und die eine Orchidektomie (HR: 1,60; 95 %-KI: 1,32–1,93) erhielten, als für Männer ohne Prostatakarzinom.
  • In einer Subgruppenanalyse nach Demenztyp wurde nur ein höheres Risiko für nicht durch Alzheimer bedingte Demenz beobachtet: GnRH-Agonisten: HR: 1,24 (95 %-KI: 1,14–1,36); Orchidektomie: HR: 1,79 (95 %-KI: 1,42–2,25).

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie.