Prophylaktische Mastektomie: 11 % der Proben zeigen laut japanischer Studie okkulte Tumoren

  • Yamauchi H & al.
  • Breast Cancer Res Treat
  • 10.09.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Bei Frauen, die sich aufgrund von BRCA1/2+-Mutationen einer prophylaktischen Mastektomie unterzogen, wiesen 11,3 % trotz präoperativer Mammographie, Ultraschall und MRT okkulten Brustkrebs auf.

Warum das wichtig ist

  • Da bei den radiologischen Befundungen Tumoren übersehen werden können, ist eine histopathologische Abklärung mit Proben einer prophylaktischen Mastektomie erforderlich, damit geklärt werden kann, ob weitere Therapien nötig sind.

Studiendesign

  • Retrospektive Kohorte von 1.527 Frauen, die sich an mehreren Zentren in Japan einem BRCA-Test in der Hereditary Breast and Ovarian Cancer Registration (2016) unterzogen hatten.
  • Finanzierung: Health, Labour, and Welfare Sciences Research Grants; Japan Agency for Medical Research and Development.

Wesentliche Ergebnisse

  • 73,7 % der Frauen, die getestet wurden (n = 1.527), waren BRCA1/2-, 19,5 % BRCA1/2+, und 6,9 % hatten unbestimmte Befunde.
  • 66 der BRCA1/2+ Patientinnen entschieden sich nach einem Gentest für eine Brustoperation, von denen 87,9 % eine Mastektomie wählten und 12,1 % eine brusterhaltende Operation.
  • 53 BRCA1/2+ Trägerinnen, die sich einer prophylaktischen Mastektomie unterzogen, waren vor der Operation mittels Mammographie, Ultraschall und MRT befundet und nach der Operation zusätzlich histopathologisch abgeklärt worden, bei der die Gesamtprobe der Reihe nach in 1 cm große Stücke unterteilt wurde.
    • Von den 53 Proben aus der prophylaktischen Mastektomie wiesen 6 (11,3 %) okkulte Tumoren auf, die durch die radiologischen Befundungen nicht erkannt worden waren.
    • Von den 6 Patientinnen mit okkulten Tumoren war 1 BRCA1+ und 5 BRCA2+.
    • Bei allen 6 okkulten Tumoren handelte es sich um ein Brustdrüsenkarzinom in situ.

Einschränkungen

  • Retrospektives Design.
  • Keine Kontrollgruppe.
  • Die Patientinnen sind eventuell nicht repräsentativ für alle japanischen BRCA1/2-Mutationsträgerinnen.