Projekt ECHO ist ein kosteneffizienter Weg zur Diagnose und Behandlung von HCV-Infektionen


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HINTERGRUND & ZIELE: Eine chronische Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) ist eine schwere Belastung für Patienten und Gesundheitssysteme. Projekt ECHO (Extension for Community Healthcare Outcomes) ermöglicht es Primärversorgern, unterversorgten Populationen eine Versorgung nach der besten Praxis für komplexe Erkrankungen bereitzustellen.
Der US-Kongress verabschiedete Ende 2016 das ECHO-Gesetz (ECHO Act), was eine Untersuchung des Models durch das US-Gesundheitsministerium erforderlich machte. Wir führten eine Kosten-Nutzen-Analyse zur Beurteilung der Diagnose und Behandlung von HCV-Infektionen in einem Patientenstamm der Primärversorgung mit und ohne die Umsetzung
von Projekt ECHO durch.

METHODEN: Wir verwendeten Markovmodelle zur Simulierung der Krankheitsprogression, der Lebensqualität sowie der Lebenserwartung bei Patienten mit HCV-Infektion und für die Allgemeinbevölkerung. Die Daten der HCV betreffenden ECHO-Tätigkeiten der University of New Mexico zeigen einen Anstieg der Behandlungsraten. Daraufhin wurden zwischen an einer HCV-Infektion erkrankten ECHO- und Nicht-ECHO-Patienten Vergleiche bezüglich übereinstimmender Anstiege folgender Kategorien angestellt: Überleben, qualitätsadjustierte Lebensjahre (QALY), Kosten und die sich daraus ergebenden Budgetauswirkungen.

ERGEBNISSE: Projekt ECHO erhöhte die Kosten und die QALY. Das Verhältnis der Mehrkosten und der Wirksamkeit von ECHO lag bei 10.351 $ pro QALY im Vergleich zum Status quo; > 99,9 % der Wiederholungen unterschritten die Schwelle der Zahlungsbereitschaft von 100.000 $ pro QALY. Wir konnten nicht bestätigen, ob der mit Projekt ECHO assoziierte Anstieg der Behandlungsraten aufgrund vermehrter oder gezielterer Screenings, einer größeren Adhärenz oder dem Zugang zur Behandlung stattfand. Unsere Empfindlichkeitsanalysen zeigen, dass die Ergebnisse großteils von der Ursache unabhängig sind. Die Analyse der Budgetauswirkungen zeigt, dass die Einzahlenden über einen Zeitraum von 5 Jahren zusätzliche 339,54 Millionen $ investieren müssten, um die Behandlung um 4.446 Patienten pro 1 Million durch das Projekt abgesicherter Leben zu steigern.

SCHLUSSFOLGERUNG: Unter Verwendung eines simulierten Patientenstamms der Primärversorgung zeigten wir, dass Projekt ECHO ein kosteneffektiver Weg ist, Patienten mit einer HCV-Infektion in einem größeren Umfang mit bereits vorhandenen Primärversorgern zu finden und zu behandeln. Dieser Ansatz könnte in den Vereinigten Staaten die Belastung durch eine chronische HCV-Infektion nachhaltig verringern; hohe Budgetkosten legen jedoch nahe, dass womöglich eine schrittweise Einführung von ECHO am besten wäre.