Probiotika mit verringerter Antibiotikaanwendung bei Kindern verbunden


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Ergebnisse einer neuen Übersichtsarbeit besagen, dass die Einnahme von Probiotika bei Kindern und Säuglingen die Verschreibung von Antibiotika gegen gängige Akutinfekte verringern könnte.

Für die im European Journal of Public Health erschienene Übersichtsarbeit prüften Forscher die Daten von 17 Studien, die bei Säuglingen und/oder Kindern durchgeführt wurden, und untersuchten, ob Probiotika das Risiko für häufige Akuterkrankungen verringerten und diesen Patientengruppen weniger Antibiotika verschrieben wurden. 

Insgesamt 12 Studien gaben die Anzahl von Säuglingen/Kindern an, denen in der Interventions- und Kontrollgruppe Antibiotika verschrieben wurden. Eine Metaanalyse dieser Studien zeigte, dass Säuglingen und Kindern mit um 29 % geringerer Wahrscheinlichkeit Antibiotika verschrieben wurden, wenn sie Probiotika als tägliches Ergänzungsmittel erhalten hatten. Als die Analyse mit nur den qualitativ hochwertigsten Studien wiederholt wurde, erhöhte sich der Wert auf über 50 %. 

„Es werden mehr Studien bei allen Altersklassen und besonders bei älteren Menschen benötigt, um zu sehen, ob eine langfristige Probiotikaeinnahme insgesamt mit einer Verringerung von Antibiotikaverschreibungen verbunden ist. Falls dem so ist, könnte das möglicherweise starke Auswirkungen auf die Anwendung von Probiotika in der Allgemeinmedizin und beim Verbraucher im Allgemeinen haben“, sagte die leitende Autorin der Studie, Sarah King, aus Cambridge im Vereinigten Königreich (VK).