Primäres extralymphatisches cHL: möglicherweise intensivere Therapie erforderlich

  • Yang M & al.
  • Hematology
  • 01.12.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Das primäre extralymphatische klassische Hodgkin-Lymphom (PE-cHL) ist mit einer signifikant kürzeren Remissionsdauer, höherem Risiko für ein Rezidiv und einem unterlegeneren Überleben im Vergleich zu einem primären lymphatischen Hodgkin-Lymphom (PN-cHL) assoziiert.
  • Erhöhte Werte von Laktatdehydrogenase (LDH) und Thrombozyten (PLT) deuten auf ein unterlegeneres progressionsfreies Überleben (PFS) hin (p 

Warum das wichtig ist

  • Es liegen kaum Daten zu dieser Subpopulation vor.

Studiendesign

  • Studie zur Untersuchung der klinischen Charakteristika von 22 Patienten mit PE-cHL vs. 274 Kontrollpatienten mit PN-cHL.
  • 68,2 % der Patienten litten an einer Erkrankung im Stadium IV.
  • Medianes Patientenalter: 30 Jahre (Bereich: 15–69).
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China; Beijing Natural Science Foundation; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Anfangssymptome von PE-cHL waren generell mit der befallenen anatomischen Stelle assoziiert, nicht aber mit schmerzlos oberflächlich vergrößerten Lymphknoten.
  • Behandlungen:
    • 86,4 % erhielten ABVD (Adriamycin, Bleomycin, Vincristin und Dacarbazin).
    • 9,1 % erhielten BEACOPP (Bleomycin, Etoposid, Doxorubicin, Cyclophosphamid, Vincristin, Procarbazin und Prednison).
  • 42,4 % 5-jähriges PFS bei Patienten mit PE-cHL vs. 82,2 % mit PN-cHL (Log-rank = 18,775; p = 0,000).
  • 36,4 % Inzidenz eines Rezidivs oder Krankheitsprogression bei Patienten mit PE-cHL vs. 13,1 % mit PN-cHL (p = 0,003).
  • 64,6 % 5-jähriges Gesamtüberleben (OS) bei Patienten mit PE-cHL vs. 97,7 % mit PN-cHL (Log-rank = 11,485; p = 0,001).
  • Erhöhte LDH und PLT-Werte deuteten beide bei PE-cHL auf ein unterlegeneres PFS hin (p 

Einschränkungen

  • Retrospektive Daten.