Pregabalin erweist sich in ägyptischer RCT als wirksam gegen Schmerzsyndrom nach Mastektomie

  • Reyad RM & al.
  • J Pain Symptom Manage
  • 22.10.2018

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Pregabalin, das zum Zeitpunkt der Mastektomie an 7 Tagen nach dem operativen Eingriff verabreicht wird, reduziert die Rate des Schmerzsyndroms nach Mastektomie (PMPS) im Vergleich zu Placebo um 74 %.

Warum das wichtig ist

  • Bei PMPS handelt es sich um einen neuropathischen Schmerz, der 10 % bis 40 % der Patientinnen betrifft und sich auf die Lebensqualität (QoL) auswirkt.

Studiendesign

  • Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie zu Pregabalin (n = 100) oder Placebo (n = 100), verabreicht als zweimal tägliche Dosis mit 75 mg vom Zeitpunkt der Einleitung der Anästhesie bis zum postoperativen Tag 7 bei Patientinnen mit Brustkrebs, die sich einer Mastektomie unterziehen.
  • Das primäre Ergebnis war die Rate der PMPS-Diagnose nach 12 Wochen, wobei PMPS anhand klinischer Kriterien diagnostiziert wurde (neuropathischer Schmerz im vorderen Brustbereich, der Achsel und/oder des Oberarms, der ≥ 3 Monate dauerhaft anhält oder immer wieder auftritt).
  • Finanzierung: nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Pregabalin-Gruppe (vs. Placebo) verspürte weniger häufig neuropathische Schmerzen (Grading System Neuropathic Pain: ≥ Grad 3) nach 4 Wochen (p = 0,005), 12 Wochen (p = 0,002) und 24 Wochen (p 
  • Die Pregabalin-Gruppe hatte niedrigere Schmerz-Scores (anhand einer visuellen Analogskala) nach 4 Wochen (p = 0,001), 12 Wochen (p = 0,007) und 24 Wochen (p = 0,002).
  • Die Pregabalin-Gruppe trug ein um 74 % niedrigeres Risiko für PMPS nach 12 Wochen (11 % vs. 29 %; relatives Risiko: 0,26; p 
  • In der Rate unerwünschter Ereignisse (UEs) wurde zwischen den Gruppen kein Unterschied beobachtet.

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie.