Praxen: Umstellung auf Bilanz kann sinnvoll sein


  • Presseagentur Gesundheit (pag)
  • Praxisnachrichten
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Berlin (pag) – Viele Ärzte scheuen die Bilanzierung. Dabei gibt es mindestens drei Gründe, die dafür sprechen können.

Viel zu aufwendig: Das ist der häufigste Grund, warum die meisten niedergelassenen Ärzte zur Gewinnermittlung und Buchführung nicht die Bilanz wählen, sondern die einfachere Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR). Gerade in größeren Praxen mit viel Vermögenswerten (wie etwa Geräten) kann der freiwillige Umstieg auf eine Bilanzierung aber sinnvoll sein. Dafür sprechen unter anderem folgende Punkte, auf welche zum Beispiel das Beratungsunternehmen Monetaris hinweist:

         -        Die Bilanz macht Vermögenswerte, Forderungen gegen Patienten oder Verbindlichkeiten bei der Bank sichtbar. Dies ermöglicht einen Einblick in die wirkliche Vermögenslage der Praxis.

         -        Die Geltendmachung des Investitionsbetrags wird „ausgeweitet“. Bei der Bilanzierung ist diese nämlich bis zu einem Betriebsvermögen von 235.000 Euro möglich. Bei der Einnahme-Überschuss-Rechnung dagegen liegt die Grenze für den Investitionsabzugsbetrag bei 100.000 Euro Praxisgewinn.

         -        Im Gegensatz zur EÜR können in der Bilanz Rückstellungen gebildet werden, zum Beispiel für mögliche (Behandlungsfehler-)Prozesse.