PPIs verschlechtern Genauigkeit des FIT-Tests auf fortgeschrittene Neoplasie

  • Rodriguez-Alonso L & al.
  • PLoS One
  • 01.01.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) verschlechterten die Genauigkeit der immunchemischen FIT-Stuhltests (FIT) zum Nachweis einer fortgeschrittenen Neoplasie (AN).

Warum das wichtig ist

  • Mehr als die Hälfte der Patienten in der Studie waren PPI-Nutzer, und die meisten davon Dauernutzer.

Studiendesign

  • 1.002 Patienten unterzogen sich einem FIT-Test und einer Kolonoskopie.
  • Finanzierung: Societat Catalana de Digestolología und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 52,4 % der Patienten waren PPI-Nutzer, davon 39,7 % Dauernutzer und 12,7 % Gelegenheitsnutzer.
  • Der Anteil der falschpositiven und falschnegativen Ergebnisse mit FIT zum Nachweis von AN war signifikant höher bei PPI-Nutzern als bei Nichtnutzern (11,2 vs. 6,7; p = 0,013 bzw. 7,7 vs. 4,3; p = 0,024).
  • Die Genauigkeit der FIT zum Nachweis von AN bei PPI-Nutzern war niedriger als bei Nichtnutzern (Sensitivität: 43,0 % vs. 65,6 %; p = 0,009; Spezifität: 86,9 % vs. 92,3%; p = 0,010 und prädiktiver positiver Wert: 34,4 % vs. 55,5 %; p = 0,007).
  • Laut einer Multivarianzanalyse war der Einsatz von PPI mit falschpositiven Befunden beim AN-Nachweis durch FIT assoziiert (OR: 1,63; 95 %-KI: 1,02–2,59).
  • Die Grenzwertoptimierungskurve für den FIT zum Nachweis von AN bei PPI-Nutzern und Nichtnutzern betrug 0,68 (95 %-KI: 0,61–0,76) bzw. 0,85 (95 %-KI: 0,79–0,90).
  • Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei der FIT-Genauigkeit zur Erkennung von kolorektalem Karzinom.

Einschränkungen

  • Es wurden nur symptomatische Patienten berücksichtigt.